ÖsterreichWTF?!

Sarah Grundner/Kathrin Quatember

Folge 22: Mit Doro Blancke

Das andere Gesicht Europas: von Verwebung und Liebe zum Land

04.03.2026 80 min

Zusammenfassung & Show Notes

In Zeiten, wo Geflüchteten ihr Menschsein abgesprochen wird und mit abstrakten Zahlen jongliert wird ist es notwendig, über die Realitäten abseits populistischer Propaganda zu sprechen. Genau darum geht's in dieser Folge: Wir sprechen mit Doro Blancke unter anderem über die Themen Gärtnern, Flucht und Verwebung von Kulturen. Über Begegnung, Menschlichkeit und Miteinander an Europas Grenzen.

Zu Doro:
Doro hat Psychologie und Pädagogik studiert, im Bereich Kunsthandwerk und als Keramikerin gearbeitet. Nach jahrelanger ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe ist sie jetzt Geschäftsführerin des Vereins „Flüchtlingshilfe-refugee assistence-doro blancke“

Webseite: https://doroblancke.at/
Bluesky: @doroblancke.bsky.social on Bluesky
Artikel:
https://www.derstandard.at/story/2000117268839/ute-bock-preis-2020-ehrung-fuer-sos-balkanroute-und-fairness

Hard Facts zum Thema Asyl:
Zahlen, Daten und Fakten abseits von Populismus und Social-Media-Campaigning findet ihr bei Lukas Gahleitner-Gertz:
@lukasgg.bsky.social

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Transkript

Hey, wir sind Katrin, die meisten von euch kennen mich unter dem Spitznamen Quati. Und Sarah mit Österreich, what the fuck. Wir stellen unseren Gästen die Fragen, die ihnen sonst keiner stellt und erfahren so viele Dinge, von denen ihr keine Ahnung hattet, dass sie sie über unsere Gäste wissen wollt. Was the fuck. Wir haben natürlich einen Fahrplan für unseren Podcast. Wir steigen ein mit der Frage nach der nicht offensichtlichen Expertise, den geheimen Leidenschaften und Hobbys der österreichischen und deutschen Prominenz an gescheiten und interessanten Menschen, für die sie eher nicht so bekannt sind. Heute ist Dorothea Blancke bei uns zu Gast. Doro, du hast Psychologie und Pädagogik studiert, im Bereich Kunsthandwerk und als Keramikerin gearbeitet. Hauptsächlich kennen wir dich aus der Flüchtlingshilfe. Was die meisten von uns jetzt nicht unbedingt parat haben, ist, dass du eine passionierte Hobbygärtnerin bist. Magst du uns dazu was erzählen? Ja, ich liebe einfach Natur. Ich liebe Erde. Also das ist ja auch mit Keramik verbunden. Ich liebe Gestaltung. Und ich muss sagen, alle Frauen eigentlich, mit denen ich aus meiner Familie näher zu tun gehabt habe, haben immer schon einen Garten gehabt. Und das hat mich begeistert. Ich meine, da gibt es natürlich jetzt unterschiedliche Formen. Die Bäuerinnen, mit denen ich zu tun gehabt habe, die haben einen reinen Nutzgarten gehabt. Meine Mama und ihre beste Freundin über 50 Jahre, die eigentlich so unsere Waldtante ist, die haben einen wunderschönen angelegten Garten gehabt, aber sehr wildromantischen, gepflegten, wildromantischen Garten. Und das ist eigentlich das, was ich mag. Ich mag das auch gern, wenn dann dieser Garten so belebt wird durch viele Tiere, wenn man halt keine Pestizide oder alles Mögliche um sich hat. Schmetterlinge, Raupen, ganz viele Vögel habe ich gehabt in der Südsteiermark. Und ich habe einen sehr lieben Freund, der ist wirklich ein professioneller Gärtner und der hat mir auch immer wieder sehr schöne Pflanzen gebracht, wo ich mich dann riesig freut habe. Und meine Kundschaften von Keramikchef, die haben sich irrsinnig freut über den schönen Garten, weil er war so kombiniert alte, ganz, ganz alte, schon von meiner Großmutter Pfingstrosenschwertlinien, also so richtig alte Pflanzen und dann eben auch modernere. Also ich tue es sehr gern und es ist ein kleiner Schmerz jetzt, dass ich in Graz zwar eine tolle Wohnung habe, mit ganz lieben Mitbewohnern, aber wir keinen Balkon haben, wo ich denn frönen kann. Und jetzt tue ich immer auf Lesbos da meinen Balkon über bepflanzen. Du hast uns vorhin im Vorgespräch erzählt, wo dein toller Garten war in der Südsteiermark. Magst du es vielleicht jetzt auch nochmal erzählen? Eigentlich finde ich das nämlich schon eine tolle Geschichte. Also der Laden sozusagen hat heißen Kuckuckunst und Kunsthandwerk und war in Berghausen, also zwischen Berghausen und Ehrenhausen, hat zur Gemeinde Berghausen gehört. Das ist, wenn man von der Autobahnabfahrt Richtung Slowenien, Vogelab fahren und dann Weinstraße rauf. Und was ich sehr gern gehabt habe dort, weil es war halt noch nicht so in der extremen Monokultur vom Wein. Es war unterhalb, man hat nach Kärnten gesehen, bis zur Sobot und gegenüber einen sehr schönen Hang mit noch alten Obstbäumen. Also es war nicht oben in der Weinstraße, wo so exzessiv Weinbau betrieben wird, was auch ganz schwierig ist zum Gärtnern, weil halt, wenn die Leute da die Weinbauern spritzen, hast du das alles im Schlafzimmer und im Garten und überall. Also es war eine fantastische Lage und ich war auch sehr traurig, wie wir aus dem Haus raus müssen haben, weil das hat Freunden gehört. Aber bis sie sich scheiden haben lassen, wollten sie es verkaufen dann. Ja. Das ist ja eine traumhafte Gegend. Also ich wohne im Süden, also ich komme eigentlich aus dem Süden Oberösterreichs, aus dem Salzkammergut und da ist natürlich die Nähe zur Steiermark sowieso da. Also jetzt nicht nur zum steirischen Salzkammergut, sondern natürlich auch weiter runter. Das ist ja eine traumhafte Gegend auch. Ja, es ist traumhaft und es ist auch vom Klima, muss ich sagen. Es war für mich eine Umstellung, weil ich habe ja vorher in Oberösterreich gewohnt. Und in Oberösterreich, ich meine damals, das Klima verändert sich jetzt auch, aber hast du ja zum Beispiel Gartenpolstel oder was, kaum draußen lassen können. In den Sommernächten war alles gleich feucht. In der Südsternmarkt wirklich eher panonisches Klima, also sehr schön. Ich meine, es hat alles zwei Seiten. Es ist eine Riesentrockenheit jetzt mittlerweile auch schon oft in den Sommern. Aber ich liebe die Gegend und ich bin gesegnet eigentlich, dass ich dort so lange wohnen habe dürfen. Ich denke mir auch oft, dass dieser Platz und was ich dort gemacht habe mit meiner Keramik und mit dem Garten und so und die Kinder dort groß waren, ich denke mir, das ist auch irgendwie eine Kraftquelle für das, was ich jetzt mache. Also das ist schon so. Ich zehre von dem, es spült mir auch immer da die Bilder wieder rein. Da habe ich auf der einen Seite ein bisschen Wehmut, aber auf der anderen Seite bin ich sehr glücklich auch, dass ich das haben habe können. und es ist so ein bisschen eine Vision von mir auch, wenn ich in Pension gehe oder dann einmal aufhören mit dem, wenn ich eh nicht kann, ich das auch nicht machen, dann, dass ich wieder einen kleinen Garten habe oder in einem Gemeinschaftsgarten mich beteiligt oder so. Also das möchte unbedingt Erde. Erde ist mein Thema. Du bist ja sozusagen eine Reisende zwischen den Ländern und zwischen den Welten. Ja. Bei der Vorstellung haben wir schon kurz gehört, was du jetzt machst und wofür dich ja auch ein Großteil der ZuhörerInnen kennen. Und zwar, du bist in der Geflüchtetenhilfe. Wie lange machst du das jetzt schon, Doro? Das 11. Jahr jetzt. Also im September 2014, so habe ich angefangen. Da war es noch nicht so exzessiv, weil ich habe die ersten 5, 6 Jahre Ehrenamt gearbeitet, neben meiner Keramiksache. Aber wie ich dann nach Lesbos gekommen bin, durch einen Zufall und geblieben bin, aus einer Entscheidung heraus, da haben dann meine Freundinnen dankenswerterweise, weil ich habe gesagt, sorry Leute, das geht jetzt nicht, dass ich das jetzt da Ehrenamt mache auf der Insel. Ich meine, das ist echt viel Arbeit und geht auch um Geld, um viel. Beim Ehrenamt habe ich nicht so viel Geld braucht, weil da habe ich halt Leute motiviert, in der Südsternmarkt Deutschkurse zu geben. Wir haben Refugee Coffees gemacht für Begegnungsarbeit, Bildungsarbeit. Das kostet nicht so viel. Und dann waren halt meine Freundinnen und UnterstützerInnen, das sind halt unsere ganzen Vorstandsmitglieder, Wolfgang Benedek, unsere Obfrau, die Heidrun Primas, Birgit Herner, die Hermann Klettler, Rainer Beck, das sind so Leute, die haben dann diesen Verein gegründet und da bin ich dann angestellt worden. Und bei den Kosten darf man halt auch nicht vergessen, du musst ja auch von irgendwas leben. Also Ehrenamt ist wunderbar. In der Südsternmarkt oder auch in Graz, da habe ich ja dann in Form Stadtpark auch gearbeitet, wie ich noch Ehrenamt gearbeitet habe für die Geflüchteten, weil ich einfach kein Haus mehr gefunden habe in der Südsternmarkt, was leistbar gewesen wäre für die Keramik. Und bin ich nach Graz gegangen und habe dann im Form Stadtpark gearbeitet. Und wie ich dann nach Lesbos gegangen bin, ich meine, das ist ein Fulltime-Job, eigentlich 60, 70 Stunden in der Woche. Also so zwei bis drei Fulltime-Jobs eher wahrscheinlich. Ich meine, ich reduziere jetzt ein bisschen, also ich habe auch gelernt in der Zeit, am Anfang war es halt ein Wahnsinn. Ich habe sowas noch nie gesehen. Moria hat gebrannt, 12.000 Leute in den Olivenhainen, in den Jungles hat man das genannt, an der Straße rund um Moria. Keine Toiletten, kein Wasser, kein Essen. Das war, ehrlich gesagt, ein Schock für mich. Und da bist du auch nicht so, dass du dir am Anfang gleich denkst, schau gut auf dich. Aber wenn du dann bleibst, kommt der Passus einfach auch, wo du merkst, das geht nicht so leichter, du musst das strukturiert machen. Und ich muss sagen, ich habe wunderbare europäische Volunteers auch, die da unterstützen und die auch einen Führerschein haben. Also ich muss ja auch nicht alles selber machen und super Community-Volonteers auch aus den verschiedenen Communities. Ja, also es geht jetzt. Und ich kann das jetzt wirklich, dass ich einfach einmal sage, am Wochenende, nein, ich lehne mich jetzt zurück, ich stelle das Handy ab, das habe ich am Anfang nicht können, aber man lernt es dann. Und wie, also für diejenigen, die sozusagen jetzt deine Arbeit nicht so sehr beobachten, du machst ja auch sehr viel auf Social Media, gibst regelmäßig Updates, was tut sich gerade, welche Projekte setzt du gerade um. Aber sozusagen, wie muss man sich das vorstellen, bist du, wie viel Zeit bist du in Lesbos, wie viel Zeit verbringst du ungefähr in Österreich, wenn man das so Daumen mal Pi sagen kann. Und sozusagen, welche Struktur hast du in Lesbos und wie schauen dort die Projekte aus, wie schaut deine alltägliche Arbeit dort vor Ort aus? Also es ist so, wir arbeiten ja in Österreich auch noch und ich muss auch für mich selber, für Seelenhygiene immer wieder nach Österreich und auch mit Unterstützerinnen und Panels machen und auf der Uni auch Vorträge. Man muss einfach Kontakte haben. Aber wichtig ist mir auch die Integration Integrationsarbeit, also wir nennen das Verwebung mit der Gesellschaft, weil ich nicht mehr denke, Integration, so wie es die ÖVP definiert, nur auf Leistung, das bringt nichts, das ist nicht nachhaltig, weil die meisten Geflüchteten, die ich kenne, die wollen leisten, die wollen ihr Leben sich aufbauen, die wollen gesehen werden, wertgeschätzt werden. Nur ich denke, es ist ganz wichtig für unsere Gesellschaft, für unsere Kinder, für die nächste Generation, dass die Leute sich auch miteinander verweben und nicht so etwas entstehen und das machen wir sehr erfolgreich auch. Wir haben über 200 junge Männer begleitet, bei, ich sage jetzt, Integration für die Leute, die halt nicht so in meiner Sprache jetzt sind, dass sie wissen, was ich meine. Also die haben alle Ausbildungen, haben alle eigene Wohnungen, wir sind auch bei dem Prozess immer wieder dran, also es kommen ja immer neue Leute und wir haben auch welche, die aus Lesbos gekommen sind, die sich dann gemeldet haben, also ich lade die natürlich nicht ein, nach Österreich, aber, nein, das muss man betonen, ja, weil sonst sagt wieder, wer hat versteckte die Leute, aber wenn die natürlich nicht kennen werden auf der Insel und die landen dann zufällig in Österreich, weil oft landen sie wirklich zufällig bei der Durchreise, ja, weil sie kriegen Asyl in Griechenland und in Griechenland gibt es nichts, ja, es gibt kein Integrationsprojekt, es gibt keine Unterstützung für den Staat, es gibt keine bezahlten Griechischkurse, das einzige Helios, das einzige Integrationsprojekt, das offiziell angepriesen wird, funktioniert nicht, ich meine, die haben für ganz Griechenland 20 Mitarbeiter oder was, das kann sie ja nie ausgehen, ja, und die Leute stehen einfach auf der Straße und reisen drum weiter und wenn da jemand jetzt in Österreich strandet bei der Durchreise sozusagen aufgehalten wird oder was und um Asyl noch einmal Ansucht, natürlich melden sich die Leute und da haben wir auch tolle Erfolge, also da arbeitet einer mittlerweile in einem tollen Restaurant in Graz, der andere macht gerade Caritas Pflegeassistenz und der dritte ist an der FHIOR Neum und studiert Soziale, also Gesundheit und Pflege. Also das ist uns einfach wichtig, dass die Leute und dann eben auch vernetzen zu Sportgruppen, Musikgruppen, das kommt man dann im Gespräch drauf, was mögen die Leute und ich nehme es halt dann öfters auch mit, wenn ich fortgehe zu Konzerten von Freunden oder so, wo sie selber Menschen kennenlernen, weil ich möchte ja nicht meine Freunde aufdruckt kriegen, ja, also das geht ja nicht, sondern so eine Begegnungsplattform schaffen sozusagen. Ich finde das so spannend, was du über Sprache sagst, weil mir gefällt das Wort Verwebung wahnsinnig gut, weil Integration ist für mich so einseitig, das heißt, du kommst her und du musst jetzt genauso sein wie wir, weil sonst wollen wir dich nicht und Verwebung gefällt mir einfach als Prinzip viel besser, dass man sagt, es entsteht was Neues, was Gemeinsames. Na, ich habe da auch Beispiele, weil zum Beispiel, manchmal bin ich bei einer afghanischen Familie eingeladen, die essen halt gerne am Boden, ja, wobei man das jetzt auch wieder, weil die Österreicher sind ja teilweise sehr begrenzt in der Vorstellung von anderen Kulturen. Also das ist ein sehr sauberer Platz, da gibt es einen Teppich, da gibt es ein eigenes Tuch, das dann für das Essen auf dem Teppich ausgebreitet wird, aber die sitzen halt gerne rund um dieses Tuch, da wird dann aufgetischt Reis, Gemüse, Brot, alles Joghurt, alles was es zum Essen gibt und ich denke mir, das ist auch wichtig, warum, also das ist auch immer die Diskussion, Diskussion, die ich mit den Single-Männern habe, Leute, ich esse gerne mit euch am Boden und ich möchte aber auch, dass ihr mit Besteck essen könnt, da gibt es ja super Dinge, weil ich sage denen zum Beispiel, wenn ihr eine Freundin habt zu teilen, dann laden euch ein, ist schon toll, wenn ihr mit Messer und Gabel essen könnt, das geht rein bei jungen Männer, ja. Das ist super schwer. Ja, man muss ja auf dem Spaß arbeiten, ja, weil sie sitzen und sagen, du musst jetzt mit Messer und Gabel essen, also gerade bei den Afghanen, ja, das ist einfach eine Kultur und die lieben das auch, weil es sind auch Erinnerungen an zu Hause, ja, und bei der Verwebung, da finde ich, und darum sage ich das gern so, dass sie unsere Sachen kennen, auch verstehen, also wir reden auch über Kultur, über Religion, über Sexualität, über vieles, ja, was überhaupt nicht beachtet wird, also ich bin zum Beispiel, sage ich das immer, sehr stolz, dass kein einziger von den jungen Männern, die wir begleitet haben, bis jetzt ein Unehrliches, oder ein Kind ohne Partnerschaft hat, ja, ich meine, das muss man auch einmal zusammenbringen, mit Leuten, die noch nie was von Verhütung und Opa haben, oder die Eltern sagen, verhüten tut man nicht, also ich finde das wichtige Aspekte, die total vergessen werden, ja, weil Sprache lernen, ja, wichtig, Arbeit wichtig, das wollen die Leute, aber wenn sie nichts mit dem anfangen können, warum wir was tun, und es nicht verstehen, dann kann ja auch keine Liebe zueinander entstehen, oder Menschlichkeit, also das ist uns sehr wichtig, dass wir das so machen, ich muss natürlich sagen, wir haben da auch viele Unterstützerinnen, weil auf die Frage hin, ich bin sieben Monate im Jahr auf Lesbos, und da bin ich wahnsinnig dankbar, dass ich da viele Freundinnen und Freunde habe, denen ich auch sozusagen Jums übergeben kann, also ich treffe mich immer mit denen, die kommen auch immer, ich koche dann für die, oder wir gehen wohin, oder zu einer Veranstaltung, wenn ich zu Hause bin, aber ich finde so einen kontinuierlichen, persönlichen Kontakt, ja, nicht nur Chatten, oder über Zoom, oder so, sondern wirklich, dass die Menschen das Gefühl haben, da ist jemand, der interessiert sich für mich, und da bin ich wirklich sehr dankbar, dass wir da in Österreich viele Unterstützerinnen haben, die das auch übernehmen. Du hast jetzt gesagt, Doro, was ich so zentral finde, und zwar, da interessiert sich wer für mich. Wir haben in der vergangenen Folge, hatten wir die ILKI-Diskut zu Gast, und da ist es auch um die Frage gegangen, also um das ganze Thema, Wertschätzung, Interesse, und eben, weil, ich habe sehr oft den Eindruck, auch jetzt zum Beispiel, wenn man sich die Berichterstattung anschaut, dass das ganze Thema Flucht, gerade jetzt im Winter wieder, und die Diskussionen, die eh immer die gleichen sind, ich würde jetzt gar nicht so sehr darauf eingehen, was mir wahnsinnig auf den Geist geht, aber gerade wenn es um Sprache geht, etc. pp. oder dieser Begriff Integrationsverwebung finde ich übrigens auch sehr viel schöner, ist es ein großartiger Begriff, Aber da fehlt mir in der Diskussion ständig das Interesse am Gegenüber, das Interesse an den Menschen, die nach Lesbos kommen, die dann zu uns kommen, oder am Weg woanders hin, dann schlussendlich in Österreich hängen bleiben. Und wie ist das, also wie nimmst du das wahr, ist das, gerade was das Interesse jetzt von Menschen in Österreich, einerseits an deiner Arbeit betrifft, aber auch an den Betroffenen, an den Personen, die nach Österreich kommen und hier versuchen Fuß zu fassen, ist das was, was regelmäßig wechselt in der Stimmung oder schon die letzten Jahre gleich geblieben ist, weil das ist ja immer das, was am meisten diskutiert wird in Wahrheit. Ich glaube, das ist ehrlich gesagt, also ich finde es eine tolle Frage, dass wir über das einmal leben können. Ich glaube, dass im Alltag die österreichische Gesellschaft komplett andere Sorgen und Herausforderungen hat, aber ich schreibe das ja auch öfters, die ÖVP oder auch sowieso die FPÖ jetzt bei uns in der Steiermark, ganz dramatisch, Ich meine, die können ja, aber das andere nicht reden, weil sie da nichts bieten. Ja, also, da ist ja nichts, was Gemeinschaft liebend und lebendig macht, weil das finde ich auch wichtig bei Demokratie, dass wir zueinander hinschauen. Da geht es um Pflegebedürftige, da geht es um Kinder, um alleinerziehende Mütter, ich brauche jetzt nicht alle Gruppen aufzählen, ich denke, das wissen auch viele, die jetzt da zuhören, ja, da gibt es ja nichts, ja, also da gibt es ja nichts, was sie wirklich mit einer Emotion jetzt, wobei ich sagen muss, ich halte Politik mit Emotionen, sowieso für vollkommen falsch, aber sie läuft halt so, ja, mit einer Emotion verbreiten können und ich merke da eigentlich, ich bin, ich weiß, dass jetzt vielleicht manche sich denken, oje, was ist mit ihr los, aber ich bin gar nicht so negativ eingestellt, ich glaube erstens einmal an die Liebe, ja, also das ist, es kann dauern, ja, aber es ist ja ein Unterschied, wenn ich jetzt jemanden aufwiegle und sage, ja, das und das und das oder ob ich wirklich Fakten präsentieren kann und ich glaube, diese Pseudo-Märchen da, die da erzählt werden, das wird sich bald erledigen, ja, es ist natürlich schwierig, weil wenig Fakten gespielt werden, ja, ich glaube überall, in allen Gruppen, also darum schätze ich auch zum Beispiel meinen Kollegen, den Lukas Garleitner, sehr, ja, der einfach immer mit Fakten kommt und das einfach wirklich super aufarbeitet und so, aber andererseits, ich muss jetzt sagen, aber vielleicht lebe ich auch in meiner Babel, ich sage, eine große Babel, weil es ist aber ganz Österreich, reise ich auch herum und besuche die Leute, aber wir haben in Vorarlberg, in Tirol, in Oberösterreich, im Burgenland, in der Steiermark sowieso, in Salzburg, wir haben in ganz vielen Bundesländern wirklich super Unterstützerinnen, ja, und ich glaube, was jetzt irgendwie wichtig wäre, ist, dass man in einer Freundlichkeit nicht so mit Druck sagt, jetzt einmal was und so, ja, weil es gibt ja Gründe, warum es so, also ich bin halt das Gesicht von der NGO, ja, das heißt aber nicht, dass nicht hinter mir ganz starke Menschen stehen, aber die wollen halt nicht ihr Gesicht so vorschieben, ja, ich meine, bei mir ist das auch eher so passiert, aber ich kann damit ganz gut umgehen, ja, und ich denke mal, dass wir da in Liebe und Freundlichkeit probieren, die Menschen zu animieren, nicht mit so Schlagwörtern, sag jetzt, wer du bist und wo du stehst, ja, ich meine, das kenne ich alles zur Genüge in unserem Bereich, auch in anderen Bereichen, aber ich glaube wirklich, da geht's, die wollen ja auch gesehen werden, also ich rede jetzt nicht von, was passiert ist, ja, aber ich rede jetzt, wir haben ganz viele Menschen, die einfach gar nicht, ich meine, wenn wir anschauen, wer ist denn auf Social Media, das ist ein kleiner Teil von österreichischer Gesellschaft, ja, wir pumpen uns da hoch und denken, das ist jetzt die Welt, das stimmt eigentlich, glaube ich nicht, ja, ich treffe ganz viele Menschen, die sind nur auf unserer Homepage, die sind gar nicht in den sozialen Medien, ja, und ich glaube, da mit einer Freundlichkeit, auch die Menschen zu sehen, was sind denn eure Bedürfnisse, ja, weil, genauso wie ich es nicht gut finde, von Menschen auf der Flucht, hier auf Lesbos, am ersten Tag, zu fordern, sondern sie einmal zu sehen, ich finde, genauso sollten wir es aber schon auch mit den Österreicherinnen machen, ja, und ich glaube, so kann man wirklich viel, viel erreichen, was natürlich dramatisch ist, was natürlich dramatisch ist, dass jeder jetzt so, also, wir haben Corona-Expertinnen, also, du weißt das ja eh, wir haben Corona-Expertinnen, wir haben für alles jetzt Experten und Expertinnen, ja, Israel, Gaza, Sudan, alle sind Expertinnen, alle sind, selbst in meinem Bereich, ja, wo es einfach auch um Fakten geht, an der Grenze, an den Außengrenzen, ja, da wissen die Leute Dinge, das habe ich überhaupt noch nie gehört und die stimmen einfach nicht, ja, das wird natürlich propagiert, weil, das ist ja auch zum Beispiel, es landet ein Boot, aus Libyen, auf Kreta, wo 60 junge Männer drauf sind, dann läuft dieses Bild durch die, durch ganz Europa, in allen Medien, ja, Entschuldigung, auf Lesbos und in vielen anderen Camps sind die Hälfte, also jetzt gerade, weil Winter ist, die Hälfte Frauen und Kinder, ja, vorher haben wir alle geschrieben, warum redest du nicht über den Sudan, jetzt landen die Leute aus dem Sudan hier, die Frauen mit den Kindern, wir haben eine lange Warteliste, also das Welcome Office, für das Frauenschutzhaus, für die Leute, also die Genauigkeit fehlt mir, ja, und ich glaube, dass man Menschen zu einer Genauigkeit animieren kann, das ist ja auch wichtig, dass wir sie ja mal sehen, dass wir mal, weil wenn ich so durch Bluskeit durch, ich meine, die Empörung ist riesig, ja, ich meine, es ist überall Empörung, schließen sich ja auch schon die Journalistinnen an, alle empören sich, aber ich sehe keine Genauigkeit, also keine will ich nicht sagen, aber sehr wenig im Verhältnis, Genauigkeit, und da würde ich mir halt wünschen, dass halt die Menschen sagen, okay, ich bin jetzt gut im Gärtnern, ich bin gut im Thema Asyl, ich bin gut in der Pädagogik, bleibe ich dabei, das, und wenn man die Menschen sieht, glaube ich, kann man das auch erreichen, weil das überall mitreden, glaube ich, kommt auch aus dem Bereich, sich nicht gesehen, und verängstigt zu fühlen, ja, die Unsicherheit ist groß, ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich glaube schon, dass man da, und ich denke mal, bitte, wir haben so viele Errungenschaften, auf psychologischer, pädagogischer Ebene, bitte nützmeiß, ja, also jeder, jeder bessere Betrieb, macht heute Betriebscoaching, macht Arbeiten mit seinen Mitarbeiterinnen, Teambuilding, warum machen wir das nicht, warum veranlasst das Politik nicht, in Grätzln, in Städten, ja, ich glaube, dieses sich nicht gesehen, Füllen ist ein weltweites Thema. Ich glaube, da hast du völlig recht, wir sitzen hier und nicken und nicken, während du redest die ganze Zeit. Ich hätte eine Frage für dich, oder eigentlich eine Anmerkung, weil ich finde, das ist auch in den sozialen Medien ganz extrem, weil wir ja gerade schon bei Blue Sky sind, was mich immer so ein bisschen ärgert, ist, dass von Menschen auf der Flucht immer gleich Nützlichkeit erwartet wird, also so viel zum Thema Integration, wie gesagt, Verwebung fällt mir viel besser, dass es immer auf unserer Seite oft heißt, wir haben doch die Erfolgsstories, warum will die denn keiner hören? Aber es geht ja nicht um die Erfolgsstory als solches, sondern es geht darum, da kommen Menschen, die haben auch das Recht, in dem, was sie tun, nicht gut zu sein oder zu versagen oder das jetzt nicht 100 Prozent zu schaffen und deswegen haben sie trotzdem das Recht, hier zu sein und als Menschen aufgenommen zu werden. und ich finde, da geht die Diskussion teilweise in eine Richtung, die mir gar nicht gefällt, dass man sagt, ja, die dürfen kommen, weil wir brauchen Pflegekräfte und das ist so unmenschlich eigentlich, finde ich. ich meine, ich meine, ich sehe es so, dass man ja prinzipiell, wenn man ja politische oder Partei sagt, wir brauchen Pflegekräfte, ist gut, wenn sie das erkennen, ja, aber das müssen ja nicht nur Geflüchtete sein, ja, ich meine, da muss man mal so Arbeitsbedingungen schaffen, dass das alle machen wollen oder der, der sich berufen fühlt, machen will. Ja, glaube ich nämlich, dass es mehr Menschen gibt, als sie jetzt machen. Ich meine, jetzt habe ich gelesen, es ist jetzt eh ein kleiner Fortschritt, ich bin zu wenig bewandert in der Pflege wirklich, dass ich sagen kann, das ist jetzt ein Fortschritt für die Menschen, aber es ist jetzt zur Schwerarbeit, glaube ich, wir müssen viel weiter vorne anfangen, nämlich die Leute kommen, wir haben internationales Recht, Asyl- und Migrationsrecht und das müssen wir mal abarbeiten, das macht ja Politik auch nicht, ja, nämlich interessanterweise, weil wir fordern ja gemeinsam mit Kolleginnen schon lange eine Screeningstelle an den Grenzen, dass wir auch wissen, welche Bedürfnisse sind da, wo kommen die Leute her, was sind die Herausforderungen, ich meine, das finde ich ja auch nicht schlimm, wenn man das macht, ja, das passiert ja nicht, ja, die werden einfach in ein Camp gepfercht, müssen dort ewig warten und jetzt kommt, ja, dann ist, also in Griechenland an den Außen grenzt, aber das ist sehr komplex, da muss man sich damit beschäftigen, da passiert das dann so, dann ist ein Camp zu voll, ja, auf der einen Seite sagt der Kommissar Brunner, ja, ja, jetzt werden wir die Abschiebungen, alle müssen raus, die, ich meine, das ist ja auch so absurd, weil da muss man ja zuerst einmal Verträge mit den Ländern machen, dass sie die Leute zurücknehmen, aber ich sage nur, das ist die eine Botschaft und in der Realität läuft es dann so, weil das Geas, das jetzt bald einmal in Kraft treten sollte, sieht ja auch eine solidarische Abwicklung zwischen den Mitgliedstaaten vor, nur es nimmt ja niemand von den Außengrenzenländern die Flüchtlinge auf, die Geflüchteten, ja, ich meine, und das verstehe ich schon, dass Griechenland, weil Griechenland steht ja wirtschaftlich gar nicht so gut da, wie der Ministerpräsident immer versucht, allen glaubhaft zu machen, er steht wirtschaftlich gut da, das schon, das braucht man nicht löschen, da zu stehen, nein, das lösch man fix, aber das ist ja absurd, das muss drinnen bleiben, ich lebe im Jahr Griechenland sieben Monate im Jahr, ich weiß, wie es den Leuten geht hier, ja, Insel ist natürlich noch einmal eine andere Situation, aber ich kenne auch viele Leute am Festland, in Athen und so, ja, oder auf anderen Inseln, und man kann doch jetzt nicht sagen, weil die, da sieht man dann die Bilder von Kors oder Kreta oder Santorini oder so, kristallblaues Meer, bitte Leute, das sind vier, viereinhalb Monate im Jahr, wo die Geld verdienen, ja, und was ist dann? In Griechenland ist es so, dass die Jugend schon wieder alle zu den Eltern nach Hause zieht, ja, weil sie einfach die Mieten und alles nicht mehr leisten können. Okay, also das ist jetzt so, dass ich finde, und jetzt kommen die Leute, das arbeitet man zuerst einmal recht ab, und dann passiert es aber, das wollte ich sagen, weil die Camps so voll sind, dass ihr mal jetzt einfach hört, okay, jetzt haben alle Somalia Asyl bekommen, nämlich damit es weiter heißen, damit die Camps entleert werden. Ich meine, das ist ein Wahnsinn. Natürlich freuen wir uns dann für die Menschen, die sind ja sorgelos, wobei die Sorge dann im nächsten Land ja weitergeht, was ihnen ja noch nicht bewusst ist, ja, aber das ist doch alles absurd, ja, weil ich muss sagen, ich bin ja gemeinsam mit meinen Kolleginnen, mit Christoph Riedl, mit der, mit Lukas, mit der Judith Kohlenberger und so, glaube ich, kann ich das sagen, wir vertreten ja die Meinung, wenn man für faire Asylverfahren steht, dann muss man ja, wenn das Verfahren fair war, auch einmal einen negativen Bescheid zur Kenntnis nehmen. Das ist traurig, aber wahr. Weil sonst brauche ich ja kein Asylsystem, sonst kann ich sagen, no border, no nation. Ich glaube, die Welt ist ja nicht bereit dafür. Also das ist ja sicher eine Vision, die viele von uns haben, dass man sich bewegen kann, aber das ist halt jetzt nicht. Und da denke ich mir, könnte man sich dann ja schon auf Leistung bezogen natürlich auch überlegen, okay, können wir jetzt das umtun in Migration oder in ein Studium, je nachdem welche Voraussetzungen, ja, aber da wird natürlich auch schon wieder politisch. Dieser Punkt mit, den du gerade erwähnt hast, Doro, mit eben, dass man die Leute sozusagen zwingt, ein Jahr lang oder für gewisse Zeit, im Prinzip da zu sitzen und nichts zu tun oder nicht erwerbstätig sein zu dürfen, in der Luft zu hängen, gleichzeitig finanziell extrem prekär da zu stehen. Ich meine, das ist ja, die Politik verwendet gerne den Begriff Hausverstand und zwar in jedem noch so absurden Kontext, aber dass irgendwer sagt, ich meine, das ist doch erstens völlig kontraproduktiv und zweitens hat null Sinn, dass man Menschen ein Jahr lang oder noch länger in der Luft hängen lässt, was erwarten wir sie denn dann? Also das ist doch, was erwarten wir sie dann von denen, die betroffen sind und von denen erwarten wir, dass Wunderwurz es sind, aber gleichzeitig gibt es null Perspektive dann in der Zeit. Ich erzähle ein kleines Mal, wir haben ja in der Südsteuermark gearbeitet, da waren leider viele Männer aus Syrien. Die waren zum Großteil alle verheiratet. Die haben ihre Frauen und Kinder in Syrien gehabt, sind alleine auf die Flucht gegangen. Für alle, die jetzt wieder schreien, die haben ihre Frauen im Stich gelassen, möchte ich gleich sagen. Also wir haben hier ganz viele Frauen, die in der Flucht vergewaltigt wurden, die Kinder hier entbinden aus einer Vergewaltigung, also Misshandlungen, Folter, alles. Ja, wieso geht es jetzt alle nach Wien und die gesamte Euro, wir müssen das Wissen besorgen, die Familienzusammenführung, den Flucht bezahlen. Also Entschuldigung, das verstehe ich doch dann, dass man dann sagt, ich gehe dort hin, wo es am Ende meine private Situation passt. Und da fehlt es ja wirklich. Weil da hätten wir sagen können, die Leute waren teilweise super verwoben. Ja, haben Freunde gehabt in der Steiermark, haben gehabt da verarbeitet, alles. Aber die Familie war ihnen näher. Entschuldigung, ist doch ganz klar. Ja, völlig verständlich. Und ich verstehe jeden, der sagt, ich möchte nicht, dass meine Frau und meine Tochter auf der Flucht vergewaltigt wird. Ich möchte, dass die gesund nachziehen darf. ich finde das eine ausgesprochen verständliche und legitime Entscheidung. Und das ist jetzt etwas, was ich mir denke, da könnte ich hundert solche Beispiele aufziehen. Wo ich mir denke, einfach, und da frage ich mich auch oft, warum Politik, ja, da haben wir irgendwen von der Gare, das ja oder so, aber warum man nicht jetzt wirklich mit Kleinarbeiterinnen redet, mit Menschen, in Tirol, in Vorarlberg, in Steiermark, in Salzburg, überall diese Arbeit gemacht haben und die Herausforderungen besser kennen als die meisten. Ja, jetzt rächt man sich auf, die Schulen sind überfüllt, Entschuldigung. Der BFA hat von Anfang an gewusst, das musste man angeben, bei jedem Asylinterview ist man verheiratet, wie viele Kinder habe ich, es gibt einen Meldezettel, die Leute sind gemeldet. beantragen, eine Familiennachführung oder Familienzusammenführung, da weiß doch eh schon jeder, was auf uns zukommt. Aber was das Bildungssystem betrifft, sind wir einfach unglaublich schlecht drinnen zu planen. Wir wissen, wie viele Kinder kommen, das ist lang bekannt. Wir wissen, wie viele LehrerInnen in Pension gehen, das ist lang bekannt und wir sind trotzdem einfach fürchterlich darauf vorbereitet, das ist ja nicht nur der Bereich mit dem Familiennachzug. Nachzug. Drum sage ich, das sind jetzt ein paar so Beine, da können Hunderte berichten. Und ich denke mir, also ich kenne ganz viele Männer, syrische, die wären super gerne in der Steiermark geblieben, wenn die Möglichkeit gewesen wäre, dass sie rasch und schnell und mit Geld, das sie bekommen oder auch arbeiten, ja, die haben dann an den Märkten gearbeitet oder mit türkischen UnternehmerInnen oder so, schnelles Geld verdienen sozusagen und die haben viele, gerade aus Syrien haben wir sehr viel in der Steiermarker, die haben ein Studium auch begonnen oder Matura gehabt, die haben dann einfach einmal drei, vier Monate in einem Kebabladen gearbeitet für ihre Familie, ja, das stört mir auch, dass man dann sagt, ja, das sind ja alle ungebildet und so. Man hat ja zum Beispiel nie wirklich von der Politik her erhoben, also sozusagen, was ist denn da überhaupt jetzt der Background, ja, also wir haben das dann gemacht und darum haben wir so ein Projekt mit der FHU, Neominkraft Refuge on the Run, dass wir einfach in den Unterkunft einmal geschaut haben, wer hat eine Matura, wer hat ein Studium begonnen, was können die anderen, ja, weil dieser Wahn, dieser akademische Wahn in Österreich, das geht mir auch auf die Nerven, ja, weil alle wollen, alle wollen eine Waschmaschine repariert, alle wollen ihre Satschüssel ordentlich aufkränkt, alle wollen ihr Auto repariert, aber keiner will Handwerker, ich meine, wie, das ist doch alles absurd, dieses elitäre Denken in dieser Form, das regt mich so auf, ja, das ist so, das ist eigentlich dumm, es tut mir leid. Aber, aber umgekehrt auch dieses völlige Nicht-Anerkennen von Abschlüssen aus anderen Ländern, weil ich weiß ganz genauso, ich bin Lehrerin und im Studium hatten wir tatsächlich den Fall, dass Lehrkräfte aus Syrien da waren mit gesuchten Fächern, wirklich, also da waren Mathematiker und Physiker dabei, die aber hier nicht anerkannt wurden, weil die dort prinzipiell ein Fach unterrichten und nicht zwei und das heißt, die mussten dann irgendwie ein Zweitfach im Prinzip machen, das, was sie aber nicht durften, weil sie ja nicht arbeiten konnten und das war komplett absurd und da sagen wir, wir brauchen dringend Lehrkräfte, wir haben keine Lehrkräfte und dann sind sie da und sie sind ausgebildet und sie werden super ausgebildet, weil das sind sehr anspruchsvolle Studien und wir nehmen sie nicht, weil wir sagen, ja, okay, aber du hast das irgendwie falsch gemacht und bei uns ist richtig. Ich meine, wie absurd ist das? ich glaube, ich meine, das ist ein Land, muss ich jetzt prinzipiell sagen, wenn ich rede, ich wohne, also ich wohne in einer WG mit einem Syrer und in Syrien hat man vor sechs Jahren noch die Schülerinnen gekaut, ja, also, dass man jetzt ein Lehrer, also das heißt jetzt nicht, dass alle Syriere Lehrerinnen das mache, ja, aber das war noch ein bisschen Usus, also, dass man jetzt prinzipiell einmal Lehrerinnen pädagogisch ausbilden will, wie es der Standard in unserem Land ist, das kann ich akzeptieren, aber wie du sagst, dann so Hürden in den Weg legen, ja, und, weil man, also, ich finde, wir müssen da vielmehr praktisch intelligente Lösungen in unserem Land, die emotionale und soziale Intelligenz, die wir da nicht bei jedem Intelligenztest vorkommt, ist ja vollkommen am Boden, ja, also das, über das spricht man ja alles nicht, aber jetzt eine, eine Lehrerin oder ein Lehrer, wo man weiß, der kann seinen Job, den, den Lehrer aus Syrien oder die Lehrerin aus Syrien dazustellen, ja, vielen Klassen, die ist eh gut, wenn sie einen zweiten Lehrer haben, wird sozusagen angelernt in unser System, wie macht man das, wie bereiten wir uns vor, auch Tests, da gibt es ja wahnsinnig viel, Landschulwochen, ich weiß nicht, ob es das überhaupt noch gibt, aber alles halt, was dazugehört, ja, und, ich glaube, da geht es einfach auch darum, dass man dieses, man stellt einfach diese, also, da hat die FPÖ einen großen Anteil, und die Schlimmeren finde ich aber die ÖVP, weil sie, weil bei der FPÖ weiß ich ja klar, was sie wollen, ja, also die sagen ja, Ausländer raus, Remigration, da weiß ich, wer ist mein Gegenüber, ja, die ÖVP, die tut immer auf gesittet und freundlich, ja, und rupft dann auf alles, was wirklich menschenverachtend ist, wenn sie glauben, es ist für sie günstig auf, und das finde ich schlechte Politik, wurscht, ob jetzt bei der Pflege, ja, und ich denke mir, jetzt, Österreich ist überhaupt ein kleinduckerisches Land, also, Entschuldigung, es werden vielleicht manche sagen, ich bin eine Nestbeschmutzerin, es ist meine Meinung, ja, was unter Menschen normal ist, weil wir auch schlecht gegenseitig sind, ihre Meinungen ertragen, ja, wir sind auch nicht geübt darin, das einfach einmal stehen zu lassen, und zu sagen, okay, das ist jetzt deine Meinung, ich meine, das hätte uns Israel-Gaza, in den Israel-Gaza-Diskussionen wahnsinnig viel gebracht, nicht alles ist schwarz und alles ist weiß, und entweder bist Antisemitin oder Antisemit, oder du bist pro Israel, das Leben ist doch viel komplexer. Und das ist aber genau der Punkt, Doro, den du da ansprichst, und das ist genau das, wo dann sehr oft in der politischen Kommunikation, weil, und so ist es heute, da wird vor einer Wahl zur nächsten gedacht, und nicht recht viel weiter, wo es ja dann im Wesentlichen darum geht, Dinge so stark zu vereinfachen, dass einfach kein, eben diese Komplexität völlig verschwindet, die aber unser aller Leben, Alltag, miteinander, ja, auszeichnet, bis zum gewissen Grad auch, dass man eben sagt, wir leben nicht in schwarz und weiß, sondern wir leben hauptsächlich in Graustufen, und zwar völlig wurscht, welchen Background wir haben, woher wir kommen, es ist so viel komplizierter, und das ist ein Punkt, der regt mich auch unglaublich auf, weil, das genau dann diese Räume, also diese massive Vereinfachung, bis hin zur offensichtlichen Unwahrheiten, die Räume so verkleinert, und so stark vereinfacht, dass es dann nicht einmal mehr ansatzweise möglich ist, mit Fakten, Zahlen, Daten, überhaupt durchzukommen, weil da horcht da keiner mehr zu, ja, und das geht auch bis hin zu, dass dann eine Öffentlichkeit nicht mehr bereit dazu ist, unterschiedliche Biografien von Menschen, die vielleicht aus einem Land kommen, oder aus derselben Region, zu akzeptieren, als das, was es ist, einfach unterschiedliche Biografien von unterschiedlichen Menschen, und da ist dann das, wo Propaganda anfängt zu funktionieren, ja, dass man sagt, aber ich kenne da, der eine Syrer ist, also der eine Syrer ist so, und deswegen sind alle Syrerinnen so, oder der eine Eritrea ist so, und deswegen sind alle aus Eritrea, oder Sudan oder whatsoever, und das ist was, was ich glaube, eines der größten Probleme der Gegenwart ist, warum diese Propaganda auch so gut funktionieren, wir lassen es nicht mehr zu, dass es gleichzeitige Wahrheiten gibt. Ambiguitätstoleranz wäre das Wort. Ja, Ambiguitätstoleranz, ja genau. Aber ist es nicht so, dass das auch politische Verantwortlichkeit ist? Natürlich. Die Babler, ehemals Bürgermeister von Preskirchen, jetzt Vizekanzler, ist der einzige, also einer der einzigen, österreichischen und europäischen Politikerinnen, der in der Lage ist, ja, einfach Recht von Unrecht zu unterscheiden, und das auch sagt. Die anderen, ja, jetzt haben wir den, sind wir den los, der war sowieso ein Aggressor, und ein Autokat, die da da da, das ist die zweite Stufe, ja, die erste, da geht es einmal ums Recht. Und bei vielen anderen Dingen auch. Ich vermisse einfach Menschen, die sich hinkteln und sagen, Leute, ich bin jetzt angetreten, was zu verändern, und ich vergleiche es auch mit einem Garten, ja, also ich kann Winter am blühenden Garten, ich muss im Herbst vorbereiten, ich muss im Frühling Samen legen, und Entschuldigung, vielleicht leben ich immer, wenn die Blume blüht. aber die Nächsten sehen dieses Blühende, ja, und diese Botschaft könnte man bringen, ja, und ich glaube, wenn man in so einer Bildsprache sprechen würde, würde man die Menschen auch erreichen, mit einer authentischen Art, Leute, ich kann euch nicht morgen eine Lösung versprechen, ja, weil, wenn ich immer wieder höre, von ganz vielen, ja, die Österreicher wollen einfache Lösungen, also, dann ist meine Gegenfrage, okay, also du findest, dass 70% der ÖsterreicherInnen IdiotInnen sind, und das glaube ich nicht, weil ich kenne viele ÖsterreicherInnen, die nicht in diese Kategorie zählen, aber viele sind halt schon verstummt, was ich auch in Österreich ganz arg finde, immer hörst du dieselben Leute, immer, die werden da hochgejubelt, ja, und das ist ein toller, und widersprichst du einmal einem Journalisten, kommt dergleichen, ist mir einmal passiert, wird dergleich ein Blog geschrieben über dich, na, ist mir blunt, sie wurscht, ja, also, ich stehe zu meiner Meinung, Entschuldigung, na, da ist da um den Fall gegangen, na, ist ja wurscht, du musst nicht wieder aufwärmen, aber, ich meine, das ist ja wirklich ein Wahnsinn, einfach zu sagen, aha, die Doro sieht das so, unsere Meinung beruht auf dem und dem, wo haben wir Gemeinsamkeiten oder lassen wir es einfach so stehen, ne, für mich ist da immer die Frage, also, ich habe es für mich beantworten können, wenn die Kinder in der Schule zu mir kommen und sagen, ah, Frau Grundner, Frau Grundner, sind Sie für die oder sind Sie für die, ganz extrem war Israel Gaza natürlich, und, dass ich dann immer gesagt habe als Antwort, Leute, das ist kein Fußballspiel, ich muss mich nicht für einen Verein entscheiden, da geht es um ganz andere Sachen und das ist alles, viel komplexer als ein, bist du für die oder bist du für die, und selbst bei einem Fußballspiel können wir akzeptieren und könnt ihr alle akzeptieren, dass die anderen für die andere Seite sind, das kann gleichzeitig akzeptieren, wir haben das oft genug bei Länderspielen im Fußball in der Klasse, weil ich habe, glaube ich, Kinder aus, glaube ich, 14 Nationen in der Klasse, ja, so ungefähr, naja, sicher spielen dann einmal die Vereine gegeneinander, und das kann man auch aushalten, und ich meine, das ist emotional, sind Sie da weit involviert, da geht es so wie auf Social Media bei ganz anderen Themen, und ich finde eigentlich genau dieses Stück, okay, wir sind aber jetzt beide hier, und wir hauen uns jetzt nicht die Schädel ein, das könnte man auch übernehmen in allen anderen Themen, die Kinder kriegen das hin, das könnten wir eigentlich auch hinkriegen, dass wir sagen, okay, die Frau Grundner sagt, die mag sich nicht entscheiden, da gibt es jemanden, der ist hier auf der Seite, da gibt es jemanden, der ist da auf der Seite, solange wir alle bei dem Thema irgendwie so ein bisschen da wieder um den Hausverstand zu bemühen, den armen politischen, solange wir alle irgendwie unseren Schädel da behalten, wo er ist, und den anderen als Menschen sehen, müsste das doch eigentlich machbar sein, dass man unterschiedlicher Meinung ist, es müsste doch aushaltbar sein, Naja, es ist, ich glaube, wir gehen vorleben, ja, also ich erwarte mir jetzt nicht vom Großteil der PolitikerInnen, dass sie uns jetzt vorleben, wie gut es miteinander geht, weil da brauchen wir nur eine Parlamentssitzung anschauen, dann weiß ich, dass sie das nicht können, eine ordentliche Diskussion zu führen, ich glaube wirklich, dass wir das vorleben müssen, sobald es uns bewusst wird, ja, und ich glaube, wir müssen einfach, und da geht es ja schon los, weil da schreiben wir dann jetzt wieder, Linke, du darfst nicht sagen, wir müssen doch, ja, wenn das Haus brennt, muss ich es löschen, da kann ich nicht mehr herum tun mit, nein, kannst du bitte so lieb sein, nein, nein, das Haus brennt, ich muss es löschen, nachher kann ich lieb sagen, danke, dass das gelöscht ist, aber nicht, also wir müssen, ja, das glaube ich, und wie können wir das, das gegenseitige Wohlwollen, indem wir selber verschenken, ja, wir neigen ja auch dazu, ich nehme mich bei allen nicht aus, weil wenn ich richtig grantig bin, wenn man einmal wieder blöd drunter schreibt, obwohl ich mich wirklich bemühe, auch auf Facebook und so, Gespräche auch zu führen, wo sogar Freundinnen zu mir sagen, na, du hast dir das an, sage ich ja, ja, da hat mich ein Mensch motiviert, weil der hat geschrieben, nein, aber Frau Blanke, es ist toll, was Sie machen, aber alle können nicht kommen, ich bin dagegen, und dann habe ich mit ihm, habe ich geschrieben, da ist meine E-Mail, wenn Sie sich unterhalten wollen, habe ich ein super schönes Gespräch gehabt, der spendet mittlerweile an uns, das war mein Motivator, der Typ, ja, dass ich mir denke, es geht, es geht, wenn man, und Entschuldigung, wenn mir jetzt jemand was über Tierarztpraxis erzählt, habe ich null Ahnung, ja, auch deshalb mal ein bisschen Vertrauen, wenn ich weiß, der ist jetzt, oder die ist da eine Expertin, oder ein Experte, dass ich einfach mal sage, okay, ich vertraue dem, ich vertraue dem einmal, ich kann ja dann noch recherchieren, wobei man muss sagen, die meisten können recherchieren, eh nicht, ja, weil die geben irgendwas ein, da kommt KI, dann geht es schon weiter, aber das sind halt alles Dinge, denke ich mir, wo das von uns kommen muss, und ich glaube, wir müssen auch wirklich, und bei unseren Freunden, Bekannten, auch bei den Geflüchteten, auch bei ganz alten Menschen und Kindern, den Samen legen, wir wollen keine Kriege führen, für Kapitalismus, und für ein paar, und für ein paar elitäre Menschen, ja, weil im Endeffekt geht es um das, ja, das ist, das ist das Grundproblem, ja, und, wenn man jetzt schaut, zum Beispiel auf Lesbos, ich meine, Entschuldigung, ein, ein Kaner, wenn der kommt, der geht nach Athen, trifft sich, Minister, Minister, Präsident Mitsotakis, ja, oder mit dem Bläderis, mit dem Extremrechten, also das ist schon faschistoide, Migrationsminister, der hat keine Ahnung, wie die Menschen hier sind, ich treffe die Menschen, sobald sie die Insel betreten haben, kommen die irgendwie einmal zu uns, also nicht alle, aber wir treffen solche, ja, relativ viele, und ich weiß, dass das sehr viel Heilung braucht, die wir alle geben können, ja, da geht es um Zuhören, da geht es um Anteilnahme, also ich möchte mir nicht vorstellen, meine Tochter oder mein Sohn, wenn die alles, was sie lieben, alles, jeden Stein, den sie seit ihrer Geburt kennen, ihre Eltern, große Intertaten, verlassen müssen, nicht privilegiert, wie unsere Jugend, Juhu, wir machen, wir bauen jetzt einen Bus aus und fahren jetzt um die Welt, und verlassen das Elternhaus, nein, müssen, ja, dann glaube ich, ich kann mir das nicht vorstellen, wie das funktionieren würde, ohne Menschen, die dann einmal hinschauen und einfach nur mal sagen, hallo, ja, hallo, das ist eh nicht viel, ja, oder mit denen einmal einen Kaffee trinken, ja, und dann entwickelt sich vieles, und dann muss ich sagen, merke ich bei 80%, 10% sind so vulnerable, dass sie nicht können, 10% können nicht, überhaupt nicht kommunizieren, hier an der Grenze, haben auch keine Freunde, die übersetzen helfen können, da muss man dann übersetzen, suche, 80% der Leute, die ich hier treffe, wollen, wollen, ganz konsequent in Europa sich ein neues Leben gestalten, und dann gibt es natürlich auch solche, die brechen Regeln der Gesellschaft, die haben wir in Österreich auch, jede Gesellschaft hat das, das ist ja auch so ein Traum, alle Flüchtlinge müssen folgen, alle müssen brav sein, alle müssen lieb sein, das ist eine Gesellschaft, wie die österreichische Gesellschaft, und ich sage immer, wenn ein Krieg starten würde, und ich müsste aus Graz flüchten, möchte ich nicht, neben jedem Graz einen Bus sitzen, ja, also, das hat Gesellschaft so an sich, nur das finde ich auch nicht problematisch, weil wir haben Judikatur, wir haben Rechtsprechung, wir haben Gefängnisse, wir können das bedienen, und das sind nicht viele, also hier weiß ich, dass 80% der Menschen, die fragen auch sofort nach Arbeit, ja, oder wenn man in Österreich das verpönt, sie schicken jetzt 70 Euro nach Hause zu ihrer Mama, no, na, also, wenn ich jetzt in Österreich im Krieg sitzen würde, und mein Sohn ist in den USA, möchte ich schon immer sagen, Kanada oder irgendwo, hat er da einen Job, verdient er Geld, nein, was ist denn dabei, wenn der mir 50 Euro schickt, wenn man das nicht mehr versteht, und wenn man das nicht als Verwebungsprogramm sieht, weil, was passiert denn, und der Lukas Galleitner hat ja mal gesagt, wenn einer 170 Euro kriegt, und er kann 50 Euro der Mama schicken, sollte er Finanzminister werden, ja, das hat er mal geschrieben, das habe ich super gefunden, aber, das dient ja auch zur Verwebung, weil, hier kann ich Fuß fassen, ich kann meine Mama rufen, ich kann mein Leben gestalten, das braucht eine Liebe zu dem Land, weil, kapiert das keiner, eine Liebe zu dem Land, wo ich lebe, ja, das ist wichtig. Was ja gefordert wird, das ist ja das Absurde bei dem Ganzen, es wird ja gefordert, von denen, die kommen, eine Liebe zu dem Land zu entwickeln, ja, aber gleichzeitig, das mit Dingen zu verhindern, und mit politischen Entscheidungen zu verhindern, und zu präkutieren in Wahrheit, und das ist das, und danke, dass du das genauso sagst, wie du es sagst, weil, so wie du es erzählst, und so wie du es sagst, wird einem diese ganze Absurdität, dieser politischen Propaganda, die da passiert, und dieses Populismus, ja, ist so richtig klar, wenn man sich denkt, nein, es ist doch logisch, logisch will ich meiner Mama, wenn die irgendwo in einem Krisengebiet sitzt, keine Kohle hat, Geld schicken, oder anderes, ja, ich will, dass es denen gut geht, also das ist so, das ist so, das ist so, völlig, völlig üblichste, das, was bei uns so, was ja auch die ÖVP gern, so, als diese großen Werte, wie Familie, und dann, und dann, und dann, und dann ist es, und dann ist es auf einmal nicht mehr okay, wenn Leute genau das tun, nämlich ihrer Familie helfen, ja, weil sie in einer sich, sichereren Position sind, weil sie die Möglichkeit gefunden haben, irgendwie nach Österreich zu kommen, unter Lebensgefahr, und der Frau, und der Frau, die Kinder, den Eltern, der Tante, Onkel, die halt noch im Ursprungsland sind, beziehungsweise irgendwo anders am Weg, in der Türkei oder sonst wo gestrandet sind, Geld zukommen zu lassen, die Bornetsch, ne, die halt dann, und das ist, das ist so, ja, jetzt reißt das Hirn, und, weil ich frage jetzt, die Zuhörer, ja, kommst mit einem Boot, in einer eiskalten Nacht, die Wellen schwappen über das Schlagboot drüber, sitzt du da drinnen mit deinen Kindern, und dann kommt die Helene Kosgat, sticht und prügelt auf das Brot ein, alle schreiben, du hast Angst, du hast blaue Flecken, hast Angst, dass deine Kinder ertrinken, und wirst zurückgebracht in die Türkei, du probierst es noch einmal, irgendwie schaffst du es, jetzt soll mir ein Österreicher, oder eine Österreicherin, aufrichtig sagen, dass sie diesen Kontinent lieben würde, das war das Empfangskomitee, Prügelei, Todesangst vermitteln, nein, da kann keine Empathie zu diesem Kontinent fließen, und das ist auch ein Grund, und das möchte ich auch einmal unseren Unterstützerinnen, denen ich total dankbar bin, sagen, das ist auch ein Grund, warum wir hier sind, weil wir hier einmal das andere Gesicht Europas zeigen können, ja, das ist eben nicht, und das ist wichtig, weil wir reden über Deradikalisierung, aber Entschuldigung, ich kenne hier junge Männer, die sind viermal zurückgepuscht worden, unter ärgsten Prügeln, nachher zurück in türkische Gefängnisse, missbraucht worden sexuell dort, und irgendwann landen die hier, so, wir reden über Deradikalisierung, und dann kommt irgend so ein wahnsinniger Salafist, und säuselt dem ins Ohr, Europa mag dich nicht, hier bei uns bist du gut aufgehoben, bekommst du warmes Essen, ja, was glauben die Leute, und das ärgert mich, ja, mich ärgert das, dass wir nicht sagen, behandeln wir einmal alle ordentlich, alle ordentlich, allen, wir brauchen, also der Kerkana braucht jetzt da nicht sein Herz öffnen für die Menschen, das machen eh wir, ja, aber einfach nach Regeln und Recht, behandeln wir es einmal ordentlich, ja, und dann arbeiten wir weiter, und da kann ich meine Hand ins Feuer legen, ja, dass da dafür, dass wir da so viel Erfolg haben, ich habe so viele Jungs hier, und auch Familien erlebt, also wir arbeiten hauptsächlich mit Single-Mann, weil die einfach am Schluss keiner rühe, Frauen mit Kindern, das ist ja nett, ja, da rupfen die Leute herum, mein Lieb und so, nein, aber Single-Mann brauchen Unterstützung, emotionale und sachliche, ja, Bildung, Gespräche, ich meine, ich habe, ich habe den Jungs, auf einer Banane gezeigt, wie Kondome funktionieren, ja, das lernt man unsere Kinder einmal, also das ist ja alles, man muss das bedenken, ja, und ich glaube jetzt, wenn wir das so machen würden, dann würden wir, da würde es dann wahrscheinlich auch einen geben, ich habe keine russerrote Brille, da würde es auch einen geben, wahrscheinlich der häusliche Gewalt macht, genauso wie es einen geben wird, der vergewaltigt, genauso wie wir Österreicher haben, die häusliche Gewalt machen, und vergewaltigen, wie in Deutschland, in Spanien, überall, in Griechenland, ist die Femizidrate extrem hoch, das ist ein Männerproblem, und kein Refugee Problem, ja, aber wir würden die Schönheit, das Zählen, der Menschen auf der Flucht erblühen lassen, und das wäre so ein Gewinn für uns, und da könnte die Politik das verkaufen, als Leistung gewinnen, ja, was ich auf einer anderen Ebene ansprich, aber das würde mich nicht stören, aber das wäre so ein Gewinn für uns, für uns, und für die Menschen, für uns, die auf der Flucht sind, ja, weil sie einfach, da gibt es so viel zu heilen, bitte, Entschuldigung, erinnere, ich bin 64, meine ganze Familie war komplett, blam, blam, meine Herkunftsfamilie vom Weltkrieg, blam, ja, wie habe ich meine Mutter irgendwie, es war schwierig, aber wie habe ich es dazu gebracht, emotionaler zu werden, sich das zuzutrauen, ja, nicht indem ich dauernd gesagt habe, na, und das hast du verabschiedet, und das, und das, indem ich mich einlassen habe, auf sie versucht habe, ja, als erwachsene Frau, und einfach versucht habe, mit ihr über diese Schmerzen, und über das alles zu reden, und das zu verstehen, ich glaube, das ist ein Auftrag, den wir Menschen haben. Und für mich führt das alles wieder zu dem Punkt hin, zu dem ich eigentlich immer wieder kreise, dass Integration als Wort, das Falsche ist, und ich bin froh, dass du mir jetzt ein richtiges gegeben hast, mit Verwebung, aber es ist keine Einbahnstraße, es ist nichts, das wir einfordern können, solange wir es nicht leisten, weil wir müssen uns genauso an dieser Verwebung beteiligen, sonst wird das nichts, weil wir verlangen, dass jemand das Land, in dem wir leben, lieben soll, aber wir geben dem gar nichts, was zum Lieben wäre, und das kann es ja nicht sein. Ich meine, es ist auch komplex, weil ich bin auch sehr streng, es braucht auch Regeln, das brauchen Kinder auch, und die können einfach reinkalten, aber das eine, aber das wird ja auch angenommen, ich meine, da gibt es dann einmal junge Männer, die sich hinstellen und sagen, du bist aber nicht meine Mutter, und dann sage ich, na was, Gott sei Dank, ich habe selber zwei Kinder, aber da gibt es natürlich Reibereien, aber das ist ja normal im Zusammenleben, das ist bei uns in der WG, das ist bei uns im Team überall, ich habe eine Kollegin, die leider verstorben ist, die Elektronik, und da habe ich mir gesagt, Integration ist keine Einbahnstraße, und ich meine, das machen wir ja, das machen wir ja zwischenmenschlich auch nicht, dass wir einfach fordern, ohne irgendwie zumindest bereit zu sein, auch etwas zu geben, es kann dann sein, dass die anderen sagen, du brauchst nichts, wir geben es dir gern, aber ich kann nicht in der Welt einfach sagen, das will ich und das musst du tun, das gibt es ja nirgends, das ist ja, und das ist ja ein Problem, das ich denke, wir sollten wirklich drüber nachdenken, ich bin natürlich auf der emotionalen, sozialen Ebene, gibt es großartige Expertinnen, wie Lukas Galler, der ist ganz auf der rechtlichen Ebene, Judith Kohlenberg auf der wissenschaftlichen Ebene, ich finde diesen Verbund gut, aber ich denke mir, das Menschliche müssen wir einfach, und dafür sind natürlich unsere Projekte auf Lesbos großartig, wir geben den Leuten wöchentlich ein Lebensmittelpaket, wir geben denen Windeln für ihre Kinder, die schauen uns an, dann sage ich, nein, das ist nicht von uns, da gibt es viele Menschen in Europa, die dazu beitragen, dann strahlen die, wir hätten Alpohls, das ärgert, wir haben so tolle Psychologen und Psychiaterinnen in Österreich gehabt, und immer noch, wir könnten so viele Tools setzen, um gut miteinander umzugehen. Weil du vorher schon gesagt hast, ihr gebt dann den Ankommenden einfach solche ganz basalen Dinge, wie Windeln, also Willkommenspakete. Dazu gleich meine Frage, weil das natürlich was ist, wir möchten dich ja auch unterstützen dafür, dass du bei uns in den Podcast gekommen bist, und unsere kleinen und feinen Community die Möglichkeit geben, dass sie erfahren, wie sie dich unterstützen können, wie sie euch unterstützen können, eure Arbeit auf Lesbos, aber auch in Österreich. Also welche Optionen gibt es da? Wie kann man euch unterstützen? Tja, unromantisch, zwei Optionen gibt es. Entweder man bewirbt sich, da muss man aber sehr eine starke Persönlichkeit sein, gut, eigentlich können Führerschein haben und Zeit haben, weil wir nehmen niemanden unter drei Monaten, wobei ich sagen muss, das fällt jetzt eh schon wieder ein bisschen weg, weil ich habe jetzt, ich bin ganz glücklich, ich habe wieder Leute bis Ende des Jahres, weil der liebe junge Franz, der jetzt hier ist, gestern gerade zugesagt hat, dass er wieder kommt, aber das ist ein Weg, wie man uns unterstützen kann. Aber das andere ist Spenden. Ich möchte es nur kurz korrigieren, wir geben keine Willkommenspakete, weil das sehen wir die Leute gar nicht, sondern wir kümmern uns. Also so Winterpakete, Entschuldigung. Ja, für die Urheuerinnen. Also wir kümmern uns um die besonders vulnerablen Personen aus dem Camp, die meistens außerhalb leben. Und zwar, die sind zwar im Camp registriert, aber das sind jetzt so Fälle, wo die Mama zum Beispiel Dialyse, hat, also eine Kretschpatientin, ein Kind, Missbrauch gehabt hat. NGOs nehmen diese Leute, das ist auch sehr schwierig. Das ist ein bisschen wie eine Triage. Unser Job ist hart. Weil eigentlich sind alle vulnerable, besonders vulnerable, aber die schlimmsten Fälle sind im Moment so um die 190 Personen. Und da schreiben dann auch Leute drunter, die sehen aber lustig aus bei der Lebensmittelverteilung. weil die eine, die krank ist, wahrscheinlich nicht dabei ist, sondern die anderen Familienangehörigen kommen oder die Leute sich einfach freuen auf diesen Samstag, weil wir verteilen an alle, die in so Housing-Projekten leben, inklusive Frauenschutzhaus, MSF-Wohnungen, also unterschiedliche Sachen. und auch wir finanziellen Wohnungen, die in so vielen Wohnungen zahlen wir, also Distributen verteilen wir jeden Samstag ein Lebensmittelpaket, das so ausgerichtet ist, dass man eine kleine Mahlzeit am Tag haben kann. Also jetzt eine einfache, aber gute warme Mahlzeit. Da ist dann drinnen Trockenlebensmittel wie Reis, Spaghetti, Linsen, Tomatenfastdosen, Zucker, Tee, solche Sachen, einmal im Monat Öl und frisches Obst und Gemüse jede Woche. Für alle, die Kleinkinder haben, gibt es auch Windeln in der entsprechenden Größe und es gibt einmal im Monat auch Hygieneartikel und solche Sachen. Unsere Kolleginnen von anderen NGOs sagen uns auch, dass diese Housing-Projekte ohne diese Lebensmittelpakete nicht stattfinden könnten. Also insofern sind wir sehr, sehr dankbar. Leute, jetzt tut mir leid, das kostet einfach Geld. Das ist wichtig, dass wir es machen müssen. Dann finanzieren wir ein Rechtsberatungsprojekt. Es wird abgearbeitet über Defense Children International. Die beschäftigen sich hauptsächlich mit Single-Müttern und Minderjährigen. Weil es ja in Griechenland so ist, dass die Leute, da heißt es nur, you have to wait. Die kommen einfach nicht zu ihrem Recht. Die wissen oft nicht einmal, was ist ein Asylverfahren. Die Frauen aus Somalia oder mit Genitalverstümmelung oder Zwangsehe, die haben keine Ahnung, was alles wichtig ist für ein Asylverfahren. Also das ist uns wichtig, dass wir das finanzieren, wir finanzieren auch Wohnungen. Wir zahlen einen Anteil, wo wir auch stationiert sind im sozialen Zentrum Pareja. Das ist ein Gemeinschaftszentrum. Das liegt oberhalb des Camps. Da können die Leute hinkommen, kriegen Essen am Tag. Das ist eine spanische NGO kocht, das wird dort verteilt. und da gibt es neun NGOs. MSF ist auch dort. Makerspace, die richten Fahrräder her, Handys her, Wasserkocher, alles was man so braucht. Im Camp, also das ist, das machen wir. Dann unterstützen wir auch zum Beispiel andere NGOs bei Projekten, zum Beispiel das Frauenschutzhaus. Das wickelt das Welcome Office ab und wir zahlen jetzt bereits seit zwei Jahren die Miete dafür. Und im Winter, wenn der Strom höher geht, weil da sind sehr viele alleinreisende Mütter mit Babys, die müssen einfach mehr heizen und die Heizungen sind teuer, ist alles elektrische Heizung, wenn überhaupt in Griechenland, also auf der Insel. Wir zahlen die Miete und unterstützen damit dem Strom und das ist uns sehr wichtig, Frauenschutzhaus, weil ich denke, wir reden in Europa über Feminismus, über Frauensolidarität und lassen da wirklich die Frauen im Dreck. Man kann sich das nicht vorstellen. Ich meine, es gibt jetzt eine gute Nachricht für alle, die uns schon länger verfolgen. Wir haben gemeinsam mit vielen Kolleginnen immer wieder an die Europäische Kommission geschrieben, dass die Leute keine Heizung im Camp oder im Container haben, im Zelt. Das ist jetzt passiert. Also da sind wir sehr froh, aber die Dusche ist immer noch kalt. Jetzt stell dir vor, du hast eine Periode oder du musst das Kind waschen und man stelle sich das vor, das hat drei, vier Grad außen gefühlt. Schrei mir wieder Leute an, auf der Wetter-App hat es acht Grad. Ja, bitte scrollst runter. Der kalte Meerwind macht es gefühlt kälter. Du gehst da mit deinem Putzi zur Dusche, du musst das Popstall waschen, ist alles kalt. Ich meine Leute, das ist ein Wahnsinn. Ja, und darum ist uns das sehr wichtig. Dann unterstützen wir auch die Miners, also die Minderjährigen. Da tun wir einmal in der Woche Obst und Gemüse, weil die kriegen nur auf, nur einmal am Tag diese schlechte, gekochte Mahlzeit in einem Plastikäferl verpackt. und da liefern wir auch Obst, Gemüse, was halt so wichtig ist, Joghurt, Milch, was halt für Jugendliche wichtig ist. Möchte ich auch dazu schreiben, da schreiben wir dann Leute, die ich auch verstehe, ja, die verstehe ich. Die schreiben, bitte warum nicht vegan? Warum liefert sie ja denen Milch? Ja, okay. Die können nicht kochen, die haben in der Saison keine Küche und ich möchte, dass sich die Minderjährigen dort gesehen und fühlen und gut ernährt werden. Ich habe, also wir haben ganz viele geflüchtet, geflüchtet, die jetzt in Österreich Vegetarier sind. Nur Leute, ich möchte es jetzt noch einmal betonen, weil es ist immer ein Thema, an der Außengrenze, ja, tue ich jetzt nicht über Vegetarier und Vegan diskutieren. Da haben wir wirklich andere Probleme. Ja, da haben wir das, dass die Frauen zu den Gynäkologinnen kommen, hier auf der Insel, wir zahlen Arztbesuche, dass die Zahn zum Zahnarzt kommen, beim Camp reißen sie da immer. Das ist ja alles eine verblödete Politik. Man reißt jungen Menschen Zähne raus, wenn es wehtum im Camp. da gehen die in andere Länder, was uns das kostet und wie günstig hier Zahnärzte sind. Warum man nicht gleich, also wir lassen es dann auf der Insel mit Zahnärzten den Zahn errichten. Warum macht man das nicht? Das ist eine finanzielle und Gesundheitsvorsorge für den Betroffenen oder die Betroffenen und für uns alle. Ich verstehe, das ist alles absurd. Also das machen wir. Wir zahlen auch Wohnungen und was wir auch machen, wir machen intensive persönliche Betreuung. Wir haben jetzt ein Projekt, das heißt, Hoffnung schenkt Zukunft. Leute, bitte satz mal nicht besser, wenn ich so viel huste an alle, die zuhören. Es ist kein Zaukalt. Ich bin in einem Flugzeug gesessen mit Maske, mit lauter Leuten, die nur kurset und geschnupft haben und bin vor drei Tag erst ankommen. Ich gebe mein Bestes. Ich kann mir auskennen bis am Dienstagabend. Am Mittwoch geht es wieder los. Okay, bitte satz mal nicht besser. Ich weiß, es ist ja blöd zum Zuhören, aber was soll ich machen? Und für alle diese wunderbaren Projekte könnt ihr spenden. Wir hauen euch das in die Shownotes, wo ihr spenden könnt, damit das Geld auch dort ankommt, wo es hingehört. Ihr habt jetzt gehört, was die Doro und der Verein dort machen. Ich finde auch, natürlich, bitte. Was super ist, ist ein kleiner, es geht auch ein größerer, Dauerauftrag. Weil das ist irgendwie, wenn jetzt einer sagt, okay, ich kann da 20, 30, vielleicht sagt auch jemand 100, ich weiß es nicht, aber das erwartet man. Aber da kann man einfach anders planen. Ich habe jetzt vor Weihnachten wirklich Angst gehabt und ich möchte mich bei allen, jetzt zuhören und da werden einige zuhören, weil ich werde es auch teilen, wenn ich darf, den Podcast natürlich, wirklich Angst gehabt, dass wir im Februar zum Arbeiten aufhören müssen. Das ist extrem anstrengend. Unsere Arbeit ist jetzt gesichert bis Juni, das wollte ich natürlich unseren Unterstützerinnen auch sagen und mit großem Gedanke. Das heißt jetzt nicht, dass man sich zurücklehnen soll, weil unsere Arbeit kostet wirklich viel Geld und ist ganz, ganz wichtig. Das heißt, also wie Sarah hat es schon gesagt, gebt, gebt, wenn ihr könnt und bevor, weiß ich nicht, ihr 24 Euro auf einmal spendet, macht so einen Dauerauftrag monatlich zwei Euro, weil jeder, der jede Person, die sich mit Budgeterstellungen auskennt, weiß, dass, wenn man gut damit kalkulieren kann und weiß, was regelmäßig, was reinkommt, tut man sich insgesamt in der Planung leichter. Liebe Doro, wir haben jetzt, also ich könnte, wir könnten dir noch Stunden um Stunden um Stunden zuhören, wirklich ist es großartig. An unsere ZuhörerInnen, wenn ihr das noch nicht tut, folgt der Doro auf ihren Kanälen, wir verlinken die euch alle in den Show Notes, natürlich inklusive Link zur Website, zu den Spendenmöglichkeiten, das kriegt ihr alle Infos, dass ihr euch das nicht zusammensuchen müsst. Und an dich, Doro, ich meine, es gab jetzt schon einige Momente, wo wir uns vermutlich alle what the fuck gedacht haben, aber die Frage gibt es ja an alle unsere GästInnen, die wird immer gestellt, ausnahmslos, und zwar, wann hast du dir das letzte Mal what the fuck gedacht? Das muss jetzt nicht unbedingt was im negativen Sinn sein, sondern das kann auch ein freudiges what the fuck Erlebnis gewesen sein. Was fällt dir das so ein, beziehungsweise etwas, was du natürlich auch erzählen kannst und möchtest? einer, das ist das eine, wo ich bei Dogenweg merkte, da bin ich krank, und ich dachte, what the fuck, habe ich da her und bin krank. Aber ein positiver Fakt habe ich auch, ein junger Geflüchteter aus Gaza, der dann die Aufnahmenprüfung an die FH-Johannäum geschafft hat, sich selber erzweig gelernt hat, am Götter-Institut in Athen, die Prüfung geschafft hat, dadurch das machen hat können, und dann eine Familie gekommen ist, weil das habe ich erst zu spät realisiert, dass die Studierenden 15.000 Euro brauchen, die sie hinterlegen, und da ist dann eine Familie gekommen und hat gesagt, wir machen das. Und da habe ich gemeint, verfreut, aber es sind wortelhaft positive Momente. Wir wünschen dem Studi an dieser Stelle das Allerbeste, ganz viel Freude am Studium natürlich, als jemand, die gerade kurz, vor kurzem selber ein freudiges Studium abschließen dürfen. Ich weiß, wie sich das anfühlt, genieße es, wenn du das vielleicht hörst, und ja, große Freude und schön, schön, dass er es geschafft hat, die Prüfung zu schaffen und dass er so viel Unterstützung bekommt. Und jetzt anhört. Und bitte und riecht es ihm aus, ja. Ich glaube, das ist nämlich, was ich noch sagen wollte, ich glaube, das ist letztlich das Rezept gegen die Verzweiflung, die sich ja breit machen kann bei der jetzigen politischen und weltweiten Situation überhaupt. Ich glaube, das Rezept gegen die Verzweiflung ist, zu schauen, was wird eigentlich Gutes gemacht, wo passieren Dinge in der Welt, die Menschen helfen, weil die können uns anderen auch helfen, nämlich nicht zu verzweifeln und zu sagen, okay, dann kann ich vielleicht auch irgendwo helfen, weil diese 15.000 Euro, das ändert jetzt sicher nichts an der Weltpolitik, aber das ändert nicht nur für einen Menschen ganz viel, sondern für ziemlich viele. Und ich glaube, dass wir auch alle die Option haben zu sagen, okay, ich habe das jetzt gehört, das hilft mir jetzt nämlich auch bei der Entscheidung, was Positives zu tun, auch wenn es jetzt nicht die ganze Welt verändert. Superschön, danke. Wir wünschen dir, Doro, erstens, dass du dich gut auskurieren kannst, wir schicken dir tausend, aber tausend Grüße nach Lesbos, danke für alles, was du machst und dass du es vor allem mit uns und denen, die uns zuhören, teilst. Und ja, wenn wir dich sonst irgendwie unterstützen können, meld dich bitte. Genau. Und ich darf dich, Sarah, das ist schon Tradition, um das Schlusswort bitten. Ja, so viel Schlusswort bleibt jetzt eigentlich gar nicht mehr über, aber ich wünsche euch allen, dass der Podcast in euch diese Folge so viel bewegt hat wie bei mir und ich hoffe, wir hören uns nächstes Mal wieder, wenn wir wieder eine spannende Gästin oder einen spannenden Gast für euch haben und ihr könnt uns eine Nachricht hinterlassen in den sozialen Medien und gerne eine Bewertung, eine gute Bewertung, wo ihr uns gefunden habt. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Baba. Baba. Bis zum nächsten Mal.