Folge 24: Mit Eva-Maria Holzleitner
Wie Laufen den Kopf frei macht, warum Frauenpolitik alle Lebensbereiche betrifft und was die Antwort auf "Not all men" ist
22.04.2026 52 min
Zusammenfassung & Show Notes
Content Note: In der Folge geht's unter anderem um das Thema Gewalt an Frauen und sexualisierte Gewalt. Wenn du selbst psychische und/oder physische Gewalt erfährst oder eine Frau in deinem Umfeld davon betroffen ist und du Unterstützung suchst, findest du hier eine Liste von Unterstützungsangeboten:
- Erst- und Krisenberatung sowie rasche Hilfe in Akutsituationen: Frauenhelpline gegen Gewalt, 0800 222 555, https://www.frauenhelpline.at
- Dachverband Autonome Österreichische Frauenhäuser: + 43 1 544 08 20, https://www.aoef.at
- Dachverband Frauen- & Mädchenberatung: +43 1 595 37 60, https://www.dfmb.at
- Filterbare Liste aller Anlaufstellen (österreichweite und in den Bundesländern): https://www.hilfsangebote-bei-gewalt-gegen-frauen.at/hilfsangebote.html
Sich Hilfe zu holen ist keine Schwäche, sondern ein erster richtiger Schritt. Deswegen verlinken wir hier das Angebot der Männerberatung: https://www.maenner.at/
Seit über 40 Jahren steht die Männerberatung Wien männlichen* Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur Seite, denen es gerade schwerfällt, belastende oder herausfordernde Lebenslagen hinter sich zu lassen.
Wir haben dieses Mal unser Equipment eingepackt und haben uns auf den Weg ins Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung am Minoritenplatz gemacht, um mit Ministerin Eva-Maria Holzleitner zu sprechen. Darüber, wie die alltägliche Arbeit einer Ministerin so ausschaut, wie sie überhaupt zur Politik gekommen ist, warum Frauenpolitik alle Ressorts und politischen Bereiche betrifft und noch vielviel mehr!
Ihr erfahrt in dieser knappen Stunde außerdem, wie viel Eva-Maria Holzleitner in In- und Ausland unterwegs ist, warum eine gute Sitzungsführung unverzichtbar ist, welche Rolle Haustiere für sie spielen und welche Projekte im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen umgesetzt werden sollen.
Über Eva-Maria Holzleitner:
Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
BM Eva-Maria Holzleitner auf
Bluesky: @eviholz.bsky.social
Instagram: @eva.maria.holzleitner
Facebook: @evi.holzleitner
Zum Nachlesen, Nachschauen und Nachhören:
Interview mit Eva-Maria Holzleitner in der DemokratieWEBstatt
Magazin "Arbeit & Wirtschaft": "Eva-Maria Holzleitner: Pragmatikerin mit großen Plänen"
Kunst.Macht.Gleichstellung – Disskussion mit Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner auf dorf.tv
______
Hintergrundmusik am Beginn: Nostalgia Hip Hop Beat.mp3 by YuraSoop | License: Attribution-NonCommercial 4.0 International License
Seit über 40 Jahren steht die Männerberatung Wien männlichen* Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur Seite, denen es gerade schwerfällt, belastende oder herausfordernde Lebenslagen hinter sich zu lassen.
Wir haben dieses Mal unser Equipment eingepackt und haben uns auf den Weg ins Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung am Minoritenplatz gemacht, um mit Ministerin Eva-Maria Holzleitner zu sprechen. Darüber, wie die alltägliche Arbeit einer Ministerin so ausschaut, wie sie überhaupt zur Politik gekommen ist, warum Frauenpolitik alle Ressorts und politischen Bereiche betrifft und noch vielviel mehr!
Ihr erfahrt in dieser knappen Stunde außerdem, wie viel Eva-Maria Holzleitner in In- und Ausland unterwegs ist, warum eine gute Sitzungsführung unverzichtbar ist, welche Rolle Haustiere für sie spielen und welche Projekte im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen umgesetzt werden sollen.
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Transkript
Also es ist wirklich global etwas, wo wir wirklich sehen, Frauenrechte sind unter Druck geraten.
Es leben auch weniger Menschen als noch vor einigen Jahren, Jahrzehnten in Demokratien.
Also auch hier ist, glaube ich, ein Zusammenhang da.
Und natürlich genauso in Europa dürfen wir nicht wegschauen und dürfen wir sagen,
okay, wir sind noch die Insel der Seligen.
Hey, wir sind Kathrin, die meisten kennen mich unter dem Spitznamen Quati.
Und Sarah mit Österreich, what the fuck?!
Wir stellen unseren Gästen die Fragen, die ihnen sonst keiner stellt
und erfahren so viele Dinge, von denen ihr keine Ahnung hattet, dass ihr sie über unsere Gäste wissen.
Wir haben natürlich einen Fahrplan für unseren Podcast.
Wir steigen ein mit der Frage nach der nicht offensichtlichen Expertise,
den geheimen Leidenschaften und Hobbys der österreichischen und deutschen Prominenz,
anscheiden und interessanten Menschen, für die sie eher nicht so bekannt sind.
Heute ist Eva-Maria Holzleitner bei uns,
Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung,
Bundesvorsitzende der SPÖ-Frauen und stellvertretende SPÖ-Bundesparteivorsitzende.
Evi, schön, dass du bei uns bist.
Hast du irgendeine Chance mit dem Ganzen, was du zu tun hast,
irgendwie noch ein Hobby zu haben oder dich zu entspannen?
Also grundsätzlich vielen herzlichen Dank für die Einladung einmal.
Zuallererst, Hobby oder Dinge zur Entspannung braucht man auf jeden Fall als Politikerin
oder Person im politischen Leben, glaube ich, auf jeden Fall.
Hobby, ursprünglich war Politik bei mir ein Hobby neben Beruf, neben Ausbildung etc.
und von dem her muss ich sagen, habe ich wirklich die extrem, extrem große Ehre,
meine Leidenschaft zum Beruf machen haben zu dürfen.
Und heute bin ich Ministerin für Frauenwissenschaft und Forschung.
Davor war ich Nationalratsabgeordnete und das ist wirklich die größte Ehre meines Lebens,
für die Republik und für die Bevölkerung dienen zu dürfen und arbeiten zu dürfen.
Ich meine, extrem cool und mich freut, dass das für dich auch was ist,
mit dem du oder mit deiner Passion rangehst.
Nur irgendwo auf dich selber achten, das Stück rausnehmen aus der Politik.
Geht das irgendwie? Kannst du abschalten?
Also abschalten kann ich, wenn, das habe ich im letzten Jahr so ein bisschen für mich entdeckt,
unter Anführungsstrichen, ich versuche ab und zu laufen zu gehen.
Die Marathon-Distanz ist es nicht. Ich finde, das ist aber auch okay,
sondern es bewegt sich so mit quasi umziehen, fertig machen und heimkommen im Rahmen einer Stunde.
Und ich glaube, das ist auch ein guter Zeitrahmen,
dass man es einmal nach einem stressigeren Tag am Abend noch einzwecken kann.
Es ist der innere Schweinehund, der sich natürlich denkt,
puh, jetzt noch irgendwie was machen.
Es ist wirklich sehr anstrengend, aber meistens geht es mir dann auch wirklich besser.
Von dem her ist das etwas, was hilft.
Und ansonsten muss ich wirklich sagen, ist meine familiäre Unterstützung schon etwas.
Das ist sehr zähle und wo ich auch weiß, dass meine Mama mich niemals anders behandeln wird,
egal welche Funktion oder Position ich habe.
Wenn ich bei ihr zu Besuch bin, muss ich noch genauso den Geschirrspüler ausrahmen als Tochter
und genauso diese Dinge machen.
Und das ist ja auch vollkommen richtig so.
Ich bin immer die Tochter meiner Mama und von dem her da einfach wirklich ein ganz normales Verhältnis zu haben.
Einmal vielleicht auch, wenn irgendwas nicht so ist, wie sie halt die Mama das wünscht,
auch einmal geschimpft zu werden, ist auch okay.
Also das ist schon etwas, was ich sehr genieße, einfach zu Hause zu sein und da einfach diesen Rückhalt zu haben.
Und Haustiere.
Also ich bin wirklich richtig Team Haustier.
Die sind in Oberösterreich daheim, leider nicht in Wien.
Aber so eine schnurrende Katze auf sich liegen zu haben oder dem Georg, unseren Hund, irgendwie zu streicheln,
das ist auch etwas, was sehr viel zurückgegeben wird.
Die Mütter bringen einen auf den Boden der Tatsache zurück.
Immer, immer.
Wie gesagt, man bleibt immer die Tochter und von dem her ist es auch so.
Shout out an alle Mamas.
Ja, wirklich, wirklich.
Und meine Mama hat mich ja immer in dem sehr unterstützt.
Aber wenn du sagst, Marathon-Distanz ist nicht, so eine Stunde ist ganz gut, geht sich der Frauenlauf aus für dich?
Ja, versuche ich auf jeden Fall, unbedingt.
Ich habe ja letztes Jahr bei einem Start, der Frauenlauf in Wien, das sind ja so Blöcke, die immer wegstarten.
Und bei einem habe ich den Gang geschlagen dürfen, so fest.
Das war sehr lustig.
Eine Mitarbeiterin war dabei und es hat zu mir geheißen, so gerne fester zuhauen beim Gang, dass man hört.
Na ja, mir braucht man das nicht zweimal sagen.
Ich habe diesen Gang geschlagen und da war so ein roter Bommel drauf.
Naja, der ist gleich mal weggesprungen dann.
Und irgendwie, also meine Mitarbeiterin hat es lustig, aber es ist tatsächlich on film, on camera.
Und ich habe dann letztes Jahr halt auch irgendwie noch gesagt, so ja, ich habe jetzt zu laufen begonnen.
Und dann war natürlich von der Organisatorin gleich die Frage, ja, dann müssen Sie aber nächstes Jahr gleich mitlaufen.
Also es war keine Frage, es war mehr Feststellung.
Also ja, ich werde schauen, dass ich beim Frauenlauf auf jeden Fall dabei bin.
Ich habe gestartet bei Gruppe 15, also bei der 15-Minuten-Gruppe.
Genau.
Ja.
Aber das ist ja, also ich finde, es geht ja da gar nicht um die Zeit.
Also die, die in der ersten Gruppe dort weglaufen, wow, also die ist total arg.
Aber was ich halt so toll gefunden habe letztes Jahr beim Frauenlauf, ist einfach die Stimmung.
Und so viele Frauen und wie wirklich happy alle sind, dass man da die Praterallee für sich hat.
Und da vorne so vielleicht ein bisschen Warm-up oder man geht gemeinsam hin.
Und auch danach irgendwie so, man ist gemeinsam einfach stolz auf das, was man irgendwie da auf den Weg gebracht hat oder hinter sich gebracht hat.
Also das habe ich einfach wahnsinnig cool gefunden.
Und auch am Weg zu diesem Startpunkt quasi, wo wirklich auch schon Familienangehörige am Rang gestanden sind, angefeuert haben,
vielleicht noch irgendwie so die letzten Dinge genommen haben, irgendwo eine Jacken oder die Wasserflaschen und dann wiederum zum Ziel gegangen sind
und dort schon gewartet haben, auf eben die Frauen, die dann durchs Ziel gekommen sind.
Also deshalb habe ich halt so gefunden, wirklich die Stimmung vor Ort und einfach so ein wahnsinnig schöner, sonniger, unglaublich warmer Tag.
Und genau diese sonnige Wärme, finde ich, hat sich auch in einem Teilnehmerinnenfeld einfach wieder gespiegelt.
Ja, also ich bin auch mal bis jetzt, das ist schon Jahre her mitgekommen.
Und es ist komplett wurscht, in welchem Tempo, wenn du dazwischen einmal Wandertag hast, ist es auch egal.
Man schaut aufeinander.
Es ist, wie du sagst, das ist auch eine andere Stimmung.
Also ich bin vor einigen Jahren, also vor 15 bis 20 Jahren, einige Frauenläufe mitgelaufen.
Und einmal war neben mir eine ältere Dame, ich würde schätzen, 70 plus mit Rollator unterwegs.
Und das war für mich so, das ist der Frauenlauf.
Es darf wirklich jede mitmachen, egal wie schnell, wie langsam, wie fit.
Es ist für jeden möglich.
Und da freuen wir uns tatsächlich, wenn du dieses Jahr auch startest.
Und nicht den Gang wieder zerstöre.
Naja, das wird natürlich teuer für die Organisation, wenn du jedes Jahr den Gang zerstörst.
Es war eh nur dieser, also du hast eben diesen Stil und oben war dieser rote Bommel.
Und wie gesagt, der ist dann einfach wirklich so weggesprungen.
Wenn sie heuer, wenn sie den Test anbickt und angeschwarzt haben, dann weißt du, warum.
Naja, aber sie wird ihn ja eh nicht wieder flanken.
It's because of me.
Aber zum anderen Thema, du hast es eh vorher schon angeschnitten.
Du bist ja schon unglaublich lang in der Politik aktiv.
Wie bist du eigentlich zur Politik gekommen?
Was war da das, was du gesagt hast?
Ja, jetzt möchte ich mich engagieren.
Hat es da so einen Auslöser gegeben?
Oder bist du da so langsam reingerutscht?
War das eher ein Prozess oder ein bestimmter Grund, warum du angefangen hast?
Also mein Weg in die Politik war eigentlich wirklich extrem klassisch in der Schule.
Ich war Klassensprecherin, viele, viele Jahre stellvertretende Schulsprecherin.
Und warum ich mich aber um diese Funktionen beworben habe, damals war schon aus einem Bauchgerechtigkeitswunsch heraus.
Man hat natürlich auch mitgekriegt, wie mit Kolleginnen in der Schule umgegangen worden ist, was Erlebnisse waren etc.
Und das war, glaube ich, einfach so eine Verkettung von unterschiedlichen Dingen.
Man hat natürlich auch gesehen, ich war in einem Gymnasium, wer Schülerin oder Schüler dieses Gymnasiums war, wer nicht, wer in der Mittelschule, die gleich nebenan war zum Beispiel, war.
Also dass hier auch einfach eine Bildung nach wie vor zum Beispiel sehr stark vererbt wird in Österreich.
Alles das waren so Erlebnisse, die bei mir einfach dazu geführt haben, dass ich gesagt habe, ich möchte mich einfach auch für die Gemeinschaft, die Klassengemeinschaft, für die Schulgemeinschaft einsetzen.
Und darüber hinaus dann nicht nur entlang meiner Bildung und meiner Ausbildung, sondern wirklich im politischen Leben darüber hinaus.
Und bin so eben dann auch zur SPÖ gegangen, habe mir die unterschiedlichen Parteien angeschaut, würde ich fast nicht sagen, weil ich habe schon genau gewusst, dass ein paar definitiv nicht für mich in Frage kommen.
Und habe irgendwie auch schon gewusst, okay, die Sozialdemokratie hat eben vier Grundwerte, Gleichheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität.
Die sind für mich so ein guter Grundpfeiler, wie ich mir gesamtgesellschaftliches Zusammenleben auch vorstelle oder auch so als Grundpfeiler für unterschiedlichste Bereiche.
Und deswegen bin ich dann auch damals zur SPÖ gegangen.
Vielleicht, weil oftmals dann so Initialzündungen und so weiter erwähnt werden von Politikerinnen und Politiker oder eigene Erlebnisse, die zu politischem Engagement geführt haben.
Ja, natürlich, der eigene Lebensweg prägt immer und man weiß, woher man kommt, man weiß, wie die eigene Familie ausschaut etc.
Ich glaube, gerade auf einer höheren politischen Ebene, egal ob das jetzt Nationalrat oder Parlament, Bundesrat, Bundesregierung ist,
darf das nie die einzige Brille sein, durch die man Politik macht.
Wir haben in Österreich rund neun Millionen Menschen und ich weiß ganz genau, der Lebensweg, den ich gehabt habe, wird nie eins zu eins vergleichbar sein mit jemand anderem.
Man hat vielleicht ähnliche Erlebnisse, ähnliche Eindrücke, ähnliche Geschichten erlebt, aber trotzdem hat man die Verantwortung für die Gesamtheit der Bevölkerung,
auch Politik zu machen, unterschiedliche Zielgruppen auch mit einzubeziehen, diese Blickweisen auch mit in die politischen Entscheidungen zu nehmen.
Und deswegen glaube ich, ist eben diese Breite des Blicks auch ganz, ganz wichtig.
Wie gesagt, man hat ein ideologisches Konzept und ideologisch in dem Fall gar nicht in irgendeiner Art und Weise negativ gefärbt gemeint,
sondern ich glaube, wenn man sich für eine Partei entscheidet, steckt einfach auch was dahinter.
Und ich glaube, das ist ja auch gut und richtig.
Und zeigt auch Rückgrat, wenn man zu diesem Konzept steht und zu dieser Wertehaltung.
Aber entlang dieser Wertehaltung macht man dann eben Politik und darf das nicht nur immer aus der eigenen Brille sehen.
Vor allem muss man auch dazu sagen, weil trotzdem auf einer gewissen politischen Ebene muss man einfach davon ausgehen,
dass die eigene Situation eine privilegierte ist.
Jetzt nicht wegen der ganzen politischen Benefits oder sonst irgendwas,
sondern einfach nur aufgrund der Position, die man innehnt.
Stichwort Politik sozusagen passiert überall.
Bundespolitik, sage ich mal, am oberen Ende oder darüber hinausgehend Europapolitik und Internationalpolitik.
Aber in die andere Richtung runter, Kronalpolitik.
Und Schülersprecher, ganz wichtig.
Und eben als Politik überall dort, wo Menschen sind und wo ja auch Alltag passiert.
Ich habe manchmal so ein bisschen den Eindruck, das ist in der öffentlichen Debatte und in der öffentlichen Diskussion,
wenn es dann darum geht, sozusagen, was hat jetzt Einfluss auf Wählerinnenentscheidungen,
das oft ein bisschen zu kurz kommt, dass da ja nicht nur die Bundespolitik eine Rolle spielt,
sondern eben auch ganz viel, was in der Kommune passiert, was in der Gemeinde passiert.
Und da ist jetzt meine Frage an dich.
Ich haue jetzt meine These in den Raum, dass feministische Politik, Frauenpolitik,
genau in all diesen Politikfeldern passiert und stattfindet.
Würdest du mir dazu stimmen, dass das so ist?
Ja, und passieren muss letzten Endes auch.
Also ich glaube, das ist ganz ein wesentlicher Punkt.
Frauenpolitik ist ja nichts, was isoliert passiert.
Es gibt ja auch nicht die Frau.
Frauen sind sehr, sehr heterogen.
Und deswegen muss Frauenpolitik in wirklich den unterschiedlichsten Themenfeldern, Gruppen etc.
einfach passieren.
Nicht nur mitgedacht werden, sondern tatsächlich auch aktiv diskutiert werden,
weil das relevant ist, Bundesebene, Landesebene, Gemeindeebene.
Wenn man zum Beispiel in einer Gemeinde sich entscheidet, den Dorfplatz neu zu gestalten,
dann, wenn ich ein durchmischtes Gremium habe und einfach zum Beispiel Frauenperspektiven mit einbeziehen,
schaut die Entscheidung sehr wahrscheinlich anders aus, wie dieser Dorfplatz gestaltet werden soll,
also wenn nur Männer in einem Entscheidungsgremium sitzen.
Aber nicht nur eben wirklich in der klassischen Politik-Sphäre, sondern auch im Betrieb, in der Familie etc.
Wenn man Dinge einfach aushandelt, wenn Diskussionsprozesse passieren,
ist es einfach wirklich notwendig, auch Frauenperspektiven mitzunehmen und gleichbedeutend zu diskutieren.
Davon bin ich wirklich überzeugt.
Deshalb bin ich auch so froh, dass du die Klassensprecherin erwähnt hast.
Wir haben es zum Beispiel bei uns in der Mittelschule verpflichtend, dass jede Klasse einen Burschen und ein Mädel wählt.
Weil wir gesagt haben, es ist mir egal, wer Klassensprecher und wer Stellvertreter, Ihnen ist es völlig wurscht.
Aber ihr wählt einen Burschen und ein Mädel und das funktioniert sehr gut.
Da hat sich noch nie jemand über die Quote aufgeregt.
Und es führt zu mehr Gerechtigkeit für alle.
Und deswegen freut es mich, dass du das Gerechtigkeitsempfinden und die Klassensprecherin erwähnt hast.
Weil ich sehe das auch bei den Mädels in meinem Jahrgang,
also die sich für die Rolle der Klassensprecherin entscheiden und die das mit sehr viel Ernsthaftigkeit treiben.
Das ist genau dieses Empfinden für, das ist fair, das ist nicht fair.
Wir behandeln uns die Lehrer.
Wir werden andere Klassen behandelt.
Warum sind wir, wie wir sind?
Das ist eine Frage, die sich viele Klassensprecherinnen stellen.
Deswegen habe ich mich das jetzt gerade einfach persönlich sehr gefreut.
Voll.
Und ich muss sagen, es war dann wirklich bei uns in der Klasse eine total gute Zusammenarbeit.
Also ich habe dann vor allem wirklich sehr klassisch Gymnasium.
Du hast ja sehr beutert diese Entscheidung.
Nach den ersten zwei Jahren war das bei uns, in welchen Zweig du sozusagen gehst.
Das war bei mir der naturwissenschaftliche Zweig.
Also ich war dann im Realgymnasium und wir waren deutlich mehr Burschen als Mädels.
Und ich muss wirklich sagen, es war schon total super, dass ich in der Klassengemeinschaft
auch als Klassensprecherin sehr unterstützt worden bin.
Und natürlich in der Pubertät hat es auch Kommentare gegeben, die habe ich nicht so super gefunden.
Da habe ich mir nie ein Blatt vor den Mund genommen und habe das auch angesprochen.
Aber letzten Endes muss ich echt sagen, haben wir da ein super gutes Auskommen miteinander auch gehabt.
Es ist ja gerade jetzt eine große Diskussion da, ob es sozusagen Frauenpolitisch, was Feminismus betrifft,
also gerade jetzt rund um das Thema Gewalt gegen Frauen, ob es in den letzten Jahren noch sogar einen Backrash gegeben hat,
was Frauenpolitik oder Gleichstellung, Gewaltschutz etc. betrifft.
Wie siehst du das? Hat es einen Backrash gegeben? Ist das nur so ein Gefühl oder ist da schon auch was dran?
Also wir sehen natürlich, dass Frauenrechte weltweit unter Druck geraten.
Wir sehen auch massive Rückschritte im Bereich der Frauenrechte in unterschiedlichen Ländern.
Vielleicht was auch zu betonen ist, nicht jede Frau in der Politik ist gleich Frauenpolitikerin.
Also auch wenn man innerhalb Europas zum Beispiel schaut, man hat eine starke Staatschefin,
Georgia Meloni, die aber definitiv keine Feministin ist.
Wir haben Alice Weidel in Deutschland bei der AfD, die ja auch bewusst keine Feministin ist,
keine Frauenpolitikerin, obwohl sie auch in einer Lebensgemeinschaft mit einer Frau lebt.
Also wie gesagt, da muss man schon nochmal einen besonderen Blick darauf haben,
dass Frauen in der Politik nicht immer eben Frauenpolitikerinnen sind.
Wir sehen oder haben auch gesehen in den letzten Jahren,
dass in unterschiedlichsten Ländern Frauenrechte beraubt worden sind.
Und besonders spannend finde ich vor allem auch den Fakt, dass es auch in Ländern passiert,
wo die Staatschefs zu Beginn sagen, ja und wir wollen jetzt den freien Markt entfesseln
und so möglichst viele Regelungen, wie irgendwie geht, abschaffen oder streichen.
Afuera, glaube ich, hat Javier Milei gesagt mit seiner Kettensäge.
Und was aber dann trotzdem und in einer ähnlichen Diktion ist ja auch Donald Trump unterwegs gewesen.
Und was man trotzdem aber immer sieht, ist, dass dann sehr bewusst erste Entscheidungen,
und die sind, dass es dennoch Reglements geben soll und muss, die sich auf Frauenkörper beziehen.
Weil dann sind eben Schwangerschaftsabbruch, reproduktive Rechte sofort die ersten Punkte,
die immer auch wirklich in Angriff genommen werden und wo Rückschritte passieren.
Also das ist wirklich etwas, wo sich diese ganze libertäre Szene sehr einig ist.
Zwar einerseits völlige Deregulierung.
Das Einzige, was reglementiert werden muss, ist der Frauenkörper.
Und das ist halt schon höchst bedenklich.
Aber wir haben es natürlich nicht nur dort.
Wir haben auch in kriegerischen Auseinandersetzungen oder in Umstürzen den Fall,
dass Frauen eben jeglicher Rechte beraubt worden sind.
Wenn wir nach Afghanistan zum Beispiel schauen, wo Frauen wieder Bildung wahrnehmen können,
noch arbeiten gehen dürfen und auch die Gesundheitsversorgung natürlich wirklich auf Jahre und Jahrzehnte hin
gänzlich zunichte gemacht worden ist.
Wenn Frauen eben keine Ausbildung machen dürfen und gleichzeitig aber keine Gesundheitsvorsorge durch Männer erfahren dürfen,
dann fragt man sich, wer behandelt Frauen.
Das hat Konsequenzen bis hin zum Tode, muss man tatsächlich sagen.
Wir sehen, dass sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt wird, obwohl es eigentlich verboten ist.
Wir sehen, wie Frauen im Sudan völlig entrechtet werden.
Also es ist wirklich global etwas, wo wir wirklich sehen, Frauenrechte sind unter Druck geraten.
Es leben auch weniger Menschen als noch vor einigen Jahren, Jahrzehnten in Demokratien.
Also auch hier ist, glaube ich, ein Zusammenhang da.
Und natürlich genauso in Europa dürfen wir nicht wegschauen und dürfen wir sagen,
okay, wir sind noch die Insel der Seligen.
Alles ist pipi fein.
Weil natürlich war vor kurzem war die Debatte rund um den nationalen Aktionsplan gegen Gewalt und Frauen
und das Thema Schutzzonen vor Gesundheitseinrichtungen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen im Nationalrat.
Und da hat auch zum Beispiel ein FPÖ-Obgeordneter gestartet in seiner Rede mit Danke an die Lebensschützer,
wo wir auch natürlich sehen, dass hier vielleicht der eine oder andere sagt,
ja, ja, die Fristenregelung ist eh okay, aber wenn ich so in meine Rede rein starte,
dann stellt man natürlich auch dadurch subkutan Frauenrechte in Frage.
Das ist vollkommen klar.
Und man kann die Probe ja auch aufs Exempel machen,
wenn man in Bezug auf Gesetzesregelungen im Gewaltschutz schaut,
dass beim Tick-Pick-Paragraf zum Beispiel die FPÖ nicht dabei war,
auch in der Vergangenheit beim Bograbs-Paragrafen,
bei der Verschärfung des Waffengesetzes,
also bei allen diesen Dingen, sind sie dann nicht dabei.
Und letzten Endes, vielleicht um dann einen Punkt zu machen,
glaube ich aber, dass innerhalb der Europäischen Union oder Europas,
wir gerade, weil ja sehr stark die Diskussionen in unterschiedlichen Bereichen
in Richtung Wettbewerbsfähigkeit, europäische Souveränität gehen,
dass wir Frauenrechte, Demokratie, Menschenrechte als unseren USP,
und ich sage es bewusst so, sehen müssen.
Also das sind wirklich unsere unique selling points,
das sind unsere Stärken, die wir hier am Kontinent haben.
Und auch hier kann man ganz klar sagen, wenn wir Frauen gleichermaßen Rechte zusprechen,
wenn Frauen gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teilhaben können,
ja, dann sind wir produktiver, dann sind wir effizienter,
dann hat man natürlich auch aus Innovation etc. betrifft,
die volle Bandbreite an Gehirnen dort, die sozusagen Gehirnschmalz auch reinstecken können.
Also ich bin vollkommen überzeugt, dass wenn wir Frauenrechte, Demokratie,
Parlamentarismus und alle diese Dinge stärken und als unsere wesentlichen Punkte in der Europäischen Union,
und ich würde das wirklich fast weiter als Europa sehen,
dass das wirklich das sein kann, was uns tatsächlich Souveränität auch als Kontinent beschert.
Das klingt unglaublich schön und wie eine Zukunft, in der ich leben will.
Magst du dir so, wenn du dir ausmalen darfst, in zehn Jahren, wie schaut die Welt aus?
Wie soll das deiner Meinung nach sein?
Du kannst gerne einfach über Europa reden oder über Österreich, wenn die ganze Welt ein zu großes Ding ist.
Ja, das ist ein total schwieriger, schwieriger, finde ich.
Und insofern, weil natürlich, was würde ich mir wünschen, beziehungsweise ab was arbeite ich hin?
Dass in zehn Jahren wir sagen können, es sind wirklich Dinge, nicht nur in Österreich,
europaweit, global weitergegangen, der Blick ist nach vorne gerichtet
und sozusagen Milch und Honig fließen noch nicht ganz, aber es geht in diese Richtung.
Wenn wir uns aber die vergangenen zehn Jahre anschauen,
dann muss ich trotzdem einfach als Realistin wahrnehmen,
dass viele Krisen, Kriege und Konflikte stattgefunden haben
und vermutlich auch stattfinden werden.
Wir leben in einer Zeit, wo wir Despoten haben, die an der Macht sind,
die eben Partnerschaften in Frage gestellt haben,
die über viele Jahre und Jahrzehnte funktioniert haben.
Die Regelwerke, dass nach dem Zweiten Weltkrieg in wirklich sehr intensiven Aushandlungsprozessen
zustande gebracht worden sind, dass diese Reglements und irgendwie auch Regeln
einfach über Bord geworfen worden sind, von heute auf morgen über eine Nachricht auf Truth Social
oder was auch immer.
Und von dem her, als optimistische Realistin, würde ich sagen,
in zehn Jahren haben wir einerseits nicht nur erkannt, dass Souveränität wichtig ist
und die Stärkung der Menschenrechte,
sondern dass wir tatsächlich als Europa uns besonnen haben auf einige wesentliche Dinge.
Nämlich, wir können den Planeten nicht mehr bis zum Ende ausbeuten,
haben aber gleichzeitig auch eben den Vorteil,
dass wir sehr gute Forschung im Grundlagenbereich haben,
die wir mit ihren Erkenntnissen dann auch nicht nur Wirtschaft,
sondern der Gesamtgesellschaft zur Verfügung stellen wollen.
Durch einen Prozess, der Menschen auch mitnimmt,
haben wir auch unsere Demokratie wieder gestärkt und das Vertrauen in Institutionen geht wieder nach oben.
Und es ist nicht so, dass sie einfach weniger Menschen von Politik, von Demokratie,
von Institutionen abgeholt fühlen, sondern wieder mehr, dass das Vertrauen da ist
und dass wir eben in Richtung wieder einer positiven Entwicklung schauen.
Du hast vorher schon kurz erwähnt, den nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen.
Ich glaube, gerade unter unseren HörerInnen gibt es wenig,
die das noch nicht mitbekommen haben, dass es diesen Plan gibt.
Aber was versteckt sich oder was verbirgt sich hinter diesem nationalen Aktionsplan?
Das heißt, welche Projekte laufen schon?
Was kommt?
Was ist sozusagen das Ziel?
Und wie kann man diesen Aktionsplan vielleicht unterstützen?
Also der nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ist nicht nur eine sehr langjährige,
sozialdemokratische Forderung gewesen, sondern auch eine Empfehlung von internationalen Gewaltschutzgremien.
Und es ist der zweite in dieser Art in Österreich.
Es hat schon mal einen gegeben zwischen 2014 und 2016 unter der damaligen Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
Und ich glaube, das Wichtige an dem nationalen Aktionsplan ist, einerseits, es ist festgehalten,
indem in jeder Zeile das Gewaltschutz keine reine Aufgabe des Frauenressorts ist,
sondern wirklich etwas, was alle Ministerien beschäftigen muss in den eigenen Tätigkeitsfeldern.
Und wir haben in unterschiedlichen Arbeitsgruppen auch gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft
beziehungsweise aus Beratungsstellen, Gewaltschutznetz etc. zusammengearbeitet und haben eben unterschiedliches ausgearbeitet.
Und dann, das ist die politische Realität, die ich an dieser Stelle trotzdem erwähnen möchte,
natürlich auch in der Koalition auch ausgehandelt, was wir gemeinsam auf den Weg bringen können und auch wollen.
Es sind unterschiedliche Maßnahmen drinnen, wie einerseits die rechtlichen Konsequenzen bei der missbräuchlichen Erstellung von Deepfakes.
Etwas, glaube ich, extrem Relevantes, nicht nur aufgrund der aktuellen medialen Diskussion durch prominente Fälle,
sondern das betrifft einfach wirklich mittlerweile leider viele Frauen.
Und vor allem auch durch Entwicklungen, wie wenn ich in einem Chatbot mit zwei Befehlen eingeben kann,
erstelle mir ein Nacktfoto von XY und das funktioniert auch bei Minderjährigen, dann haben wir wirklich ein Problem.
Und das ist zum Beispiel eine Maßnahme, aber es findet sich genauso auch das Thema drinnen,
digitales Tracking, Stichwort Fußfessel bei Gewalttätern.
Wir haben drinnen das Thema Prävention, ganz wichtig, zum Beispiel, was schon im Laufen ist,
mit Christoph Wiederkehr gemeinsam, mit dem man wirklich super gut zusammenarbeiten kann,
weil der wirklich auch den Willen hat und die wirklich auch gestalten möchte,
dass man stärker in die Prävention im Bildungsbereich geht.
Da haben wir einen Videobewerb aktuell ausgeschrieben für Klassen.
Zum Thema Gewaltschutz ist Männersache, wo man bewusst auch Schulklassen motivieren möchte,
bei einem Videoprojekt teilzunehmen, selber ein Video zu gestalten,
wie man eben auch aus Sicht von jungen Burschen zum Beispiel Gewaltschutz thematisieren kann und auch muss.
Und das Coole ist, die Videos, die hier eingereicht werden zur Jury, die wird die dann sozusagen auch sichten und auswählen
und dass eine gewisse Anzahl an Videos dann auch im Herbst bei ORF,
ATV Puls 4 Gruppe Join auch gezeigt wird.
Und das ist ziemlich cool, dass man sozusagen dann auch wirklich Videos von Schülerinnen und Schülern so öffentlich zeigt.
Das ist schon etwas, was am Laufen ist.
Wir arbeiten aber auch quasi schon in den Schlusszügen an einem Schutzbrief für Frauen,
die von Genitalverstümmelung bedroht sind.
Auch ein Thema, über das man natürlich sprechen muss, in Österreich verboten.
Dennoch wissen wir, es passiert, dass junge Mädchen aus der Landes gebracht werden,
von Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht sind.
Und dann wird es zurückkommen.
Das ist ein Modell, das Deutschland schon quasi umgesetzt hat durch einen Schutzbrief,
wo die österreichische Gesetzeslage nochmal dargelegt wird, gibt man den Betroffenen.
Und dort hat es gewirkt.
Also das ist nicht nur eine Larifari-Geschichte, sondern die haben dort tatsächlich auch gute Ergebnisse damit erzielen können.
Stellt man einfach klar, dass es hier einfach verboten ist und gibt eben den Betroffenen etwas in die Hand,
was sie mitnehmen können.
Prävention habe ich angesprochen, die unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen.
Wir diskutieren natürlich aber auch über das Sexualstrafrecht, Verschärfungen, Modernisierungen,
Stichwort auch Konsensprinzip und viele andere Maßnahmen im Gesundheitsbereich, im Arbeitsbereich.
Also ich könnte jetzt so viele Maßnahmen aufzählen, mache da aber jetzt einen Punkt.
Und was auch sehr zentral wichtig ist, der nationale Aktionsplan bezieht sich natürlich auf die gesamte Legislaturperiode, also bis 2029.
Unser Ziel ist aber schon, dass wir, weil Gewaltschutz einfach so eine hohe Priorität auch hat,
bei einigen Maßnahmen jetzt auf die Fastlane kommen und die schneller in Umsetzung bringen,
weil die Notwendigkeit einfach da ist.
Im letzten Jahr ist eben mit dem Dick-Pick-Paragrafen, aber auch mit der Verschärfung des Waffengesetzes schon etwas Tolles passiert,
wo ja auch das Waffenverbot im sozialen NAB-Bereich inkludiert worden ist.
Aber dennoch haben wir trotzdem noch Aufholbedarf.
Und wie gesagt, da bietet der NAB einerseits den Rahmen, auf den wir uns geeinigt haben.
Was eben mein Ressort zum Beispiel auch noch liegt, ist das Thema Code of Conduct an österreichischen Hochschulen.
Also auch hier im hochschulischen Bereich sozusagen den Gewaltschutz besser zu verankern, gesetzlich auch.
Und deswegen wollen wir hier wirklich auch gemeinschaftlich schnell viele Maßnahmen auf den Weg bringen.
Es kommt ja gern und oft dieser Reflex dann, wenn eben immer mehr Fälle aufkommen, wo man draufkommt.
Männer haben über Jahre oder sogar erzählt, ihre Partnerinnen, ihre Frauen betäubt, vergewaltigt.
Also Anne Lupe zum Fall, Giselle Pellicot.
Und sobald man das irgendwie anspricht, thematisiert, kommt dann zurück, aber not all men.
Also immer das, es kommt dann so Reflexartig, aber ich bin ja anders.
Aber ich bin ja nicht so einer.
Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir geht das schon so unfassbar auf den Keks.
Und ich will da auch eigentlich gar nichts mehr drauf antworten.
Aber was sagst du auch, wenn dir entgegenschalten auf all men?
Also ich lade jeden Mann ein, der sich nicht angesprochen fühlt, teilzuhaben in der Prävention von Gewalt.
Zivilcourage ist unglaublich wichtig.
Wenn man sagt, not all men.
Sprich an, wenn du mitkriegst, dass dein Kollege eine sexistische Meldung.
Sprich an, wenn du mitkriegst, dass irgendwie der beste Freund darüber entscheidet, wie viel Geld er seinen Freinen ausgeben darf.
Dann sind alle herzlich willkommen, hier teilzuhaben und gemeinsam für eine gewaltfreie Gesellschaft zu sorgen.
Also wir brauchen eh auch solidarische Männer.
Und wenn sie werden nicht angesprochen fühlt, sei Teil einer gewaltfreien Gesellschaft, sei Teil wirklich von Zivilcourage und engagiert.
Das, glaube ich, muss die Antwort sein.
Weil wenn man es in den Ansprungen fühlt und auch nicht möchte, dass sozusagen not all, also dass das quasi hängen bleibt, all men,
dann muss man halt auch wirklich die Probe aufs Exempel machen und sagen, ja, okay, dann engagiere mich.
Dann bin ich Teil davon, dass man wirklich auch Frauen ein gewaltfreies Leben allumfassend ermöglicht.
Und Zivilcourage ist wichtig, weil wir sehen ja auch, das ist vielleicht noch ein Punkt,
dass vielfach von Gewalt betroffene Frauen, insbesondere in Bezug auch auf femizide Frauenmorde,
sich vorab nicht an Gewaltschutzeinrichtungen gewarnt haben.
Wir haben ein sehr dichtes Netz an Frauen- und Mädchenberatungsstellen.
Frauen-Helbein 0800 222 555, die 24 7 kostenlos verfügbar ist,
Help-Chat, Halt der Gewalt.at, wo man auch schreiben kann.
Also die unterschiedlichsten Möglichkeiten, die Gewaltschutzzentren in allen Bundesländern.
Und hier sozusagen auch dieses Angebot kundzutun, vielleicht jemandem zu sorgen,
magst du mal, wenn wir eben darüber reden, muss nicht ich sein,
sondern eine fachlich kompetente Person, eine Beraterin.
Auch da ist jede Person herzlich willkommen, diese Gewaltschutzangebote auch in die Breite zu tragen,
damit alle, die von Gewalt betroffen sind, auch wissen, sie sind nicht allein.
Und diese Gewaltschutzzentren und alle Informationen dazu findet ihr natürlich in den Shownotes.
Super, danke.
Die schreiben wir euch da rein.
Ich finde, eine Sache fehlt noch für die Not All Men,
die vielleicht doch Teil der Lösung sein wollen und nicht Teil des Problems.
In Alltagssituationen seid aufmerksam, ob ihr sexistische Übergriffe seht.
Das muss nicht sein, dass irgendjemand einen am Hintern grabscht oder so.
Das kann auch einfach sein, zum Beispiel im Fitnessstudio.
Das eine, meine Frau macht ihr Workout und ein Typ kommt daher und gibt ihr ungebetene Ratschläge.
Geh doch einfach hin zu dem Typen und frag ihn um Rat.
Dann geht er weg von ihr und lässt ihn in Ruhe.
Es gibt Situationen, da kann man das völlig gefahrlos als Mann dazwischen gehen,
ohne dass das in Aggressionen ausartet.
Mach das doch einfach.
Sei Teil der Lösung.
Sei nicht Teil des Problems.
Also, ja, genau, das ist es, diese kleinen Schritte, die oft so groß erscheinen,
aber eben im Alltag allein schon wachsam zu sein und aufmerksamer zu sein.
Ich glaube, das kann man allen Ihnen mitgeben, die sagen,
aber ich bin ja nicht einer von denen und Notgolmähnen.
Stichwort, deine Situation als Politikerin, die ja schon unglaublich lang aktiv ist in den Mutterschiedlichsten.
Es wirkt immer so, als war ich schon so alt.
Es ist eben, was du denkst.
Ich möchte hier an dieser Stelle erwähnen, es geht sich aus, ich könnte deine Mutter sein.
Ich werde ja drei oder drei so.
Ja, und es ist eh tatsächlich so.
Also, ich bin ja wirklich schon extrem lang politisch aktiv und habe eben auch das immense Privileg,
seit 2017 auch der Vorheben Nationalratsabgeordnete bzw. jetzt Bundesministerin sein zu dürfen.
Jetzt sind es like 50 years.
Also, ich würde nicht sagen, manche Sitzungen, auch ganz offensprach, innerparteilich,
fühlt man sich dann nicht mehr wie jetzt Anfang 30 oder sonst irgendwas,
sondern vielleicht, ja, manchmal sehrt es schon vielleicht einen oder anderen Nerv,
aber dann ist er streng in der Sitzungsführung.
Wird mir nachgesagt, wobei dazu stehe ich auch.
Also, konsequente Sitzungsführung mit strukturiertem Abarbeiten, das finde ich unglaublich schwierig.
Das ist wahrscheinlich, ja.
Das ist, meine Sitzungen, wir alle kennen sie in unterschiedlichsten Kontexten.
Das ist so, wenn es keine Agenda gibt, wenn keiner irgendwie darauf schaut,
eine Diskussionsführung oder so, also sitzt man dann drei, halb Stunden später noch da und am Schluss fühlt sich keiner zwischen.
Und es fühlt sich an, als wäre man 80 Jahre gesessen.
Ja, also, da finde ich, geht es tatsächlich um Wertschätzung, weil eben zum Beispiel auch innerhalb der SPÖ leite ich die Sitzungen des Bundesparteivorstands.
Jetzt sind die zu 99 Prozent in Wien, logischerweise.
Da kommen Genossinnen und Genossenmitglieder aus allen Bundesländern nach Wien und dann ihnen den Respekt entgegenkommen zu lassen,
dass man einerseits die Sitzung eben ordnungsgemäß auch abhält, damit sie wissen, was auf sie zukommt,
damit sie auch wissen, welche Rechte und Möglichkeiten.
Es klingt nicht so blöd, aber ich sage es trotzdem, auch in einer Sitzung haben, finde ich es wichtig.
Und es ist ein absolutes Zeichen von Professionalität, ob ich jetzt eine Sitzung irgendwie völlig aus dem Ruder laufen lasse
und irgendwie dann möchtest du halt wer ohne irgendwie Handzeichen.
Also wir reden ja beim Bundesparteivorstand trotzdem nicht von einem Kreis von zehn Menschen, sondern schon mehr.
Deswegen ist trotzdem eine gewisse Art und Weise mit einer Geste, wenn man sich zu Wort melden möchte, schon notwendig.
Aber hier auch klar zu signalisieren, wenn sich die Kollegin aus Kärnten zu Wort meldet,
ist es natürlich gleichgewichtig wie der Kollege aus einem anderen Bundesland oder sonst irgendwas.
Also dafür bin ich in der Sitzungsführung zuständig und dafür braucht es Professionalität.
Und ja, manchmal auch eine gewisse Stränge.
Das wissen aber.
Okay, das wissen eigentlich alle.
Du hast uns super den Ball aufgelegt.
Und zwar Ministerin sein.
Was bedeutet das?
Wie schaut dein Arbeitsalter aus?
Also jeden Tag anders.
Sehr voller Terminkalender.
Aber das gehört ja so.
Ich sage es ganz offen, wenn man den Anspruch hat, it's a nine to five job,
dann darf man trotzdem zu einer Position wie Ministerin nicht ja sagen.
Weil, wie gesagt, man trägt ja auch eine Verantwortung für ein Ressort
und man trägt Verantwortung für Institutionen, für die man sich ins Zeug haut etc.
Also von dem her ist es einfach etwas, dessen man sich vollkommen bewusst sein muss,
dass es natürlich auch einen sehr großen zeitlichen Anspruch auch anfordert zur Position.
Ganz wichtig bei mir ist Kaffee in der Früh.
Also schon zu Hause den ersten, im Büro den zweiten.
Dann versuche ich zu Hause halten über den Tag.
So vier ist der Durchschnitt.
Das ist eh total human, muss man dazu sagen.
Das geht noch.
Ja, voll.
Bring verlängert schwarz.
Wir haben hier auch gerade schon feststellen dürfen, dass der Kaffee hier so gut ist.
Ja, total.
Und ich finde das sehr wichtig, weil Kaffee braucht es einfach.
Also das ist, ich würde jetzt sagen, Wohlfühlgetränk,
weil man trinkt ja nicht immer in einer super entspannten Atmosphäre.
Aber es ist einfach ein Arbeitsgetränk.
Und ja, ich finde es sehr wichtig.
Und wie gesagt, verlängert schwarz.
Milch trinken habe ich mir abgewohnt.
Also wenn du dann einmal deinen Kaffee plus, minus zwei bis drei bis vier zusätzliche Kaffees
so über den Tag verteilt Intrus hast, was sind so die Sachen, die so Tagsabend passieren können,
auch wenn jeder Tag anders ist.
Aber was sind so die Herausforderungen?
Also eben von klassisch Antrittsbesuchen oder Austauschterminen im Büro.
Also tatsächlich hier an diesem Tisch, wo wir jetzt gerade den Podcast aufnehmen.
Die Beratungsstelle oder die Gewaltschutzzentren kommen.
Wir tauschen uns aus über aktuelle politische Themen oder Forderungen ihrerseits
oder aus dem Beratungsalltag bis hin zu auch bürointernen Besprechungen natürlich.
Also in jedem Ressort bei den inhaltlichen Zuständigkeiten passieren ja Dinge.
Man muss auch abstimmen.
Also auch das passiert.
Ich sitze aber nicht nur hier am Minoritenplatz, sondern man hat auch unglaublich viele Termine
außerhalb.
Das ist auch gut so.
Von natürlich Austausch mit dem Parlament.
Ausschusssitzungen.
In meinem Fall bin ich geladen im Gleichbehandlungsausschuss, im Wissenschafts- und Forschungsausschuss meistens.
Und dann Nationalratssitzung, Bundesratssitzung.
Man besucht aber auch Beratungsstellen, Institutionen, Universitäten, Fachhochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften.
Ist in den Bundesländern unterwegs.
Wir nehmen heute den Podcast an einem Mittwoch auf.
Und morgen ist Donnerstag.
Morgen bin ich zum Beispiel in Graz beim Forschungsforum der Fachhochschulen HAWs in Österreich und danach nur an der
Kunstuni.
Also auch das sind eben so ganz klassische Dinge und Sachen.
Mediale Geschichten von Pressekonferenz.
Wir haben erst kürzlich die Situation der Studierenden, also die Erhebung zur sozialen Lage der Studierenden
in Österreich präsentiert.
Gemeinsam mit einerseits dem IHS, die das immer erheben für uns und der BundesÖH, der österreichischen
Hochschülerinnenschaft und ihrer Vorsitzenden Selina Wienerreuter.
Bis hin zu kurze O-Töne für eben Radio, Fernsehen, Interviews.
Also es ist wirklich sehr bunt.
Und ich glaube, ich habe im letzten Jahr so viele Menschen kennengelernt, wie nur irgendwie in einem
Kalenderjahr wirklich ist.
Manchmal hat man natürlich auch Termine, die nicht nur in Österreich stattfinden, sehr
regelmäßig.
Zum Beispiel bei mir einmal im Quartal circa, vorhin noch Brüssel.
Die Forschungsratssitzungen sind eben sehr regelmäßig Austausch mit den Forschungsministerinnen
und Forschungsministern der Europäischen Union und der zuständigen Kommissarin, wo wir
auch darüber diskutieren, wie das, das ist die aktuelle Diskussion, das nächste mehrjährige
Forschungsrahmenprogramm auch ausschauen kann.
Das ist recht wichtig, weil du verlierst ziemlich, ziemlich viel Geld seitens der Europäischen
Union auch rein.
Was ein bisschen schade ist, dass die Frauenministerinnen oder Gleichstellungsministerinnen sich weniger
auffressen, weil das ist schon eine Feststellung, die ich eben auf europäischer Ebene habe.
Ich glaube, in der letzten Kommission ist wirklich viel Positives Frauenpolitisches passiert.
Von der Richtlinie zum Thema Lohntransparenz über die sogenannte Women on Boards-Richtlinie, also
Geschlechterquoten in Vorstand und Aufsichtsratspositionen, Gewaltschutzrichtlinie, also wirklich super Sachen
eben zur Stärkung von Frauenrechten in Europa.
Das sehen wir jetzt aktuell, dass es mehr darum geht, diese Richtlinien zu erhalten, dass die
nicht eben in irgendwelche Entbürokratisierungspakete gepackt werden.
Da glaube ich wirklich, das darf nicht passieren, weil, wie schon vorher ausgeführt, Frauenrechte
echt zur wesentlichen Säule der europäischen Demokratie sind.
Da würde ich mir wirklich wünschen, wir versuchen das auch auf unterschiedlichen Ebenen, auch
im Austausch, dass es auf europäischer Ebene mehr derartige Sitzungen mit den Kolleginnen
und auch Kollegen gibt, die für Frauen und Gleichstellung zuständig sind.
Da hat es eben auch in der Kommission etwas verändert.
In der letzten Periode hat es eine eigene Gleichstellungskommissarin gegeben, diesmal nicht mehr, sondern das
ist im Paket Soziales dabei.
Also es kann natürlich auch damit zusammenhängen.
Also in der nächsten Kommission wäre es sehr gut und wichtig, wieder eigene Kommissarin
auch zu haben, die dezidiert sich mit der Situation der Frauen in Europa beschäftigt.
Das heißt, du kommst auf, wenn ich mir das so anhörge, auf ein paar hunderttausend Kilometer
im Jahr wahrscheinlich, die du unterwegs bist.
Ja, durchaus.
Unterwegs ist man viel.
Ich zöne jetzt nicht die Kilometer, aber es ist schon einiges an Zeit und Kilometer.
Und wie gesagt, das ist aber toll.
Also auch bei schwierigen politischen Herausforderungen.
Ich höre da auch Budget natürlich in Österreich und so weiter.
Das ist trotzdem unglaublich toll.
Und vor allem eben auch, wie zu Beginn schon gesagt, eine Ehre auch für einerseits die Frauen,
für die Institutionen, für die Beratungsstellen, für die Hochschulen, für den Forschungsbereich
einfach auch lobbyieren zu dürfen.
Lobbyieren im positiven Sinne als zuständiges Regierungsmitglied, als verantwortliche Ministerin.
Das sind total wesentliche Bereiche, Bereiche, die unsere Zukunft prägen.
Davon bin ich überzeugt.
Und jetzt noch ganz kurz ein Exkurs.
Im Ministeriumsnamen steht Frauenwissenschaft und Forschung.
Aber was auch zum Beispiel bei mir im Haus mit dabei ist, ist die Erwachsenenbildung.
Ein Themenbereich, der zum Beispiel in der Öffentlichkeit ganz wenig diskutiert wird.
Obwohl das so wichtig ist, weil man nun mal ganz andere Zielgruppen erreicht.
Mit Bildungsangeboten, die von wirklich Basisbildung bis hin zu Neues entdecken, entdecken können gehen.
Auch sehr dezentral.
Auch so Dinge wie Lehre mit Matura.
Unglaublich.
Also so ein Erfolgskonzept Lehre mit Matura.
Auch aus österreichischer Perspektive.
Also auch über diese Themen würde ich gerne mehr reden.
Oder rede ich auf jeden Fall mehr.
Und muss ich auch mehr reden, weil es so ein wesentlicher Teil ist, der oftmals nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die ihm zustimmen sollte.
Bei der Erwachsenenbildung auch nur ein Punkt oder eine Perspektive, wo ich mir denke, das ist wirklich etwas, wo die Erwachsenenbildung auch aus demokratischer Perspektive einfach so einen wichtigen Beitrag leistet und leisten kann.
Wir merken, dass mehr Menschen einsam sind und sich einsam fühlen.
Und auch hier durch Angebote in der Erwachsenenbildung Menschen zu erreichen und ihnen eben Angebote zu machen, damit sie nicht mehr einsam sind.
Das ist, glaube ich, etwas, wo schon viel Potenzial da ist, was man auf jeden Fall stecken muss.
Das ist jetzt schon ich glaube, um die ersten Gäste, weil ich dann glaube ich mal auskennen und man es weiter kann nicht mehr fragen.
Ich glaube, über Erwachsenenbildung und Bildung können wir alleine dann das werden.
Und das werden wir dann vor der Podcasts.
Liebe Epi, eine Frage, die mich allen Personen stellen, dass im Podcast da sind.
Und zwar, wann hast du dir das letzte Mal der Fakt getagt?
Das darf ein positives What the Fakt sein?
Es darf ein negatives What the Fakt sein?
Das ist eine gute Frage.
Wahrscheinlich habe ich es leiderlei gehabt in der letzten Zeit.
Aber ich glaube, ein Moment, wo ich mir das gedacht habe, war wahrscheinlich wieder eine Zeitungsmeldung über interne sozialdemokratische Umfeld, wo ich mir gedacht habe, ja, verstehe ich nicht.
Also sprechen wir so oft über Balkon oder Wohnzimmer, bla bla bla.
Aber letzten Endes muss man sich einfach bewusst sein.
Und da sind wir eigentlich auch wieder bei der Diskussion von ganz zu Beginn dieses Podcasts oder der Aufnahme.
Wenn Menschen kein Vertrauen in Politik haben oder nicht das Vertrauen haben, eben in Parteien, dass sie ihre Probleme lösen oder Probleme wahrnehmen oder das wahrnehmen, mit dem sie sich tagtäglich beschäftigen, dann haben wir ein Problem.
Und Sozialdemokratie haben wir in den letzten Jahren natürlich sehr oft für Schlagzeilen gesorgt, die sich um die Sozialdemokratie drehen.
Und ich verstehe dann natürlich auch, wenn Menschen sich enttäuscht denken, diese Partei beschäftigt sich so sehr mit sich selber, hat die überhaupt Zeit und muss sie sich eben mit meinen Problemen, mit dem, was mich bewegt, zu beschäftigen.
Das ist ganz ein schlechtes Bild.
Und vor allem Vertrauen zurückzugewinnen ist eben eine der schwierigsten Sachen in der Politik.
Und von dem her heißt es überhaupt nicht, dass nicht in der Sozialdemokratie kritischer Diskurs geführt werden muss.
Den brauchen wir dringend, unbedingt.
Und auch, also sowas möchte ich auch fördern in meiner strengen Vorsitzführung im Übrigen in Gremien.
Also das braucht es ganz, ganz, ganz dringend.
Und nur durch Reibung und Diskussion auch intern kann man sie weiterentwickeln.
Das ist notwendig.
Wenn das eben in so einer Art ausartet, dass es nur medial ausgetragen wird, verlieren eben die Leute das Vertrauen in die Sozialdemokratie.
Das möchte ich eigentlich nicht, dass das weiterhin so passiert.
Weil ich bin schon davon überzeugt, dass eigentlich auch in Bezug auf unsere Grundwerte, die nach wie vor auch 2026, im 21. Jahrhundert noch immer perfekte Rahmen für gutes Zusammenleben darstellt.
Gleichheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität.
Dass gerade diese Grundwerte das sind, was unsere Politik widerspiegeln soll und das sein soll, was Menschen von der Sozialdemokratie mitbekommen, wahrnehmen.
So wirklich inhaltliche Politik und nicht menschliche Auseinandersetzungen.
Ich würde sagen, dass das ein wunderbares Schlusswort war.
Das ist ein großartiges Schlusswort.
Liebe Evi, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns zu sprechen.
Das war nämlich mein persönlicher, positiver What-the-Fuck-Moment.
Wie ich mich getraut habe, dich anzusprechen, ob du kommst oder sagst, ah ja, Österreich-Water-Fuck, den Podcast kenne ich eh.
Das war mein persönlicher What-the-Fuck-Moment.
Glaube ich, das Jahres 2026 hat das Wort.
Ja.
Ich muss es sagen, Österreich ist ein überschaubares Land und Bundesländer-Connections funktionieren einfach.
Also das Thema Oberösterreich in Wien, du kommst nicht rundherum.
Also von dem her ist da natürlich auch eine gewisse Bundesländernähe gegeben, sagen wir ganz offen.
Und ich muss, sehr schön gesagt.
Ja.
Und ich muss ehrlich sagen, ich kann mich diesem Podcast von der Oberösterreicherinnen kaum erwehren.
Ja.
Ebensee und Wels ist zwar ein Stückerl, aber auch wieder nicht so weit.
Aber auch wieder nicht so weit, genau.
Und in der SPÖ Oberösterreich, das ist jetzt nicht, auch nicht so weit.
Nein.
Das stimmt, ja.
Also nicht nur Wien ist ein Dorf, auch von Österreich.
Ja.
Ein Dorf und Gott Österreich ist ein Dorf.
Ja, liebe Evi, auch danke von meiner Seite.
Wir hauen euch natürlich, also wir werden euch zuballern mit Informationen in den Shownotes.
Ihr bekommt alle Links, alle Nutrennummern, alles was ihr braucht, um über die heute besprochenen Themen alles zu wissen.
Und ja, an dieser Stelle sage ich aus den heiligen Hallen, Minoritenplatz.
Danke fürs Zuhören.
Aus den feministischen Hallen.
Aus den feministischen Hallen.
Aus den heiligen Hallen.
Heiligen.
Aus den feministischen Hallen.
Ohne heiligen.
Also ohne heiligen.
Ja, fast.
Aus den feministischen.
Aus den feministischen Teilen.
Nein.
Minoritenplatz.
Und ja, bis zum nächsten Mal.
Bleibt uns gewogen und vergesst uns nicht zu folgen, beziehungsweise eine positive Bewertung razulassen,
wo ihr uns gehört habt.
Ciao, baba.
Ciao, danke.
Ciao, danke.
What the fuck?