Folge 6: mit Martin Moder
Leopardenspandex, Granderwasser und Humor als zentrales Element der Wissenschaftskommunikation
26.02.2025 57 min
Zusammenfassung & Show Notes
Zu Gast ist dieses Mal Science Buster und Molekularbiologe Martin Moder über die Themen Musik, Wissenschaftskommunikation und Esoterik.
Zu Martin:
Martin, Molekularbiologe und Wissenschaftskommunikator, ist uns vor allem als Science Buster bekannt
Webseite: https://www.martinmoder.at/
Youtube: https://youtube.com/@megawissenschaft
Blue sky: @martinmoder.at
Instagram: @science_martin
Tourdaten der Science Busters: https://sciencebusters.at/termine
Termine "Der Urknall war ein Fehler": https://www.genieundwahnsinn.at/kuenstler/urknall
Zu Martin:
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Wir sind Kathrin und Sarah und unterhalten uns mit Menschen, die ihr aus völlig anderen Zusammenhängen kennt über außergewöhnliche Dinge, die ihr bisher nicht wusstet.
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Transkript
Hey, wir sind Katrin, die meisten kennen mich unter dem Spitznamen Quati und Sarah mit "Österreich WTF?!".
Wir stellen unseren Gästen die Fragen, die ihnen sonst keiner stellt und erfahren so viele Dinge, von denen wir gar keine Ahnung hatten, dass wir sie unbedingt über unsere Gäste wissen müssen.
Wir haben natürlich einen Fahrplan für unseren Podcast.
Wir steigen ein mit der Frage nach den nicht offensichtlichen Expertisen, den geheimen Leidenschaften und Hobbys der österreichischen und deutschen Prominenz an gescheiten und interessanten Menschen, für die sie eher nicht so bekannt sind.
Martin, heute bist du bei uns, Martin Moder, Molekularbiologe und Wissenschaftskommunikator.
Was geht in deinem Hirn vor, wenn du gerade nicht als Drosophila Melanogaster auf der Bühne stehst?
Hallo, servus. In aller Regel geht es dann in meinem Hirn entweder, dass ich mir Memes im Internet anschaue, dann ist das Hirn ziemlich auf Pause gestellt oder ich lese irgendwelche Forschungsarbeiten.
Dann setzt sich mein Hirn meistens auf diese Sachen drauf und beschäftigt mich recht viel.
Ich habe ja gelesen, du bist Musiker schon sehr lange und zwar Schlagzeuger. Wie kam es zum Schlagzeug?
Das ist eine gute Frage. Ich habe in meiner Schulzeit eine Band gegründet, die hieß "On Ass". Das ist Englisch, das kommt aus dem Englischen, weil uns ist lange kein Bandname eingefallen.
Und irgendwann hat der Kollege zu mir gesagt, wenn uns nicht bald ein guter Bandname einfällt, sind wir am Arsch.
Und ich habe mir gedacht, wir sind am Arsch, auf Englisch On Ass. Wir sind On Ass. Und so ist es quasi zu dieser Bandgründung gekommen.
Aber das Problem war, zu dem Zeitpunkt hat keiner von uns beiden ein Instrument gespielt.
Der Klassiker bei Bandgründungen.
Aus musikalischer Sicht natürlich jetzt nicht ideal. Deswegen haben wir uns gedacht, schauen wir, dass wir schnell welche erlernen.
Und meine Herangehensweise war, ich habe mir gedacht, wir lernen Schlagzeug. Da haben erstens die Eltern und die Nachbarn was davon.
Und außerdem muss man nicht so gut Noten lesen können. Und so ist es dann dazu gekommen.
Und das hat sich dann entwickelt über die Jahre zu einer super nice Metalband.
Und ja, wir treten quasi nicht mehr auf, außer einmal im Jahr beim Heinz-Oberhub-Award für Wissenschaftskommunikation.
Da trommel ich die alte Truppe zusammen und dann fetzt man noch ein paar Banger raus.
Darf ich fragen, welches Metal-Genre? War das eher so Chor oder Death Metal?
Ich glaube, wir haben es als Female-Fronted Progressive Metal versucht zu kategorisieren.
Also wir hatten eine Frau, die cleane Vocals gesungen hat und einen Mann, der die Groals gemacht hat.
Und die Band hat sich dann umbenannt, wenn man das googeln will, es gibt eher auf YouTube was.
Sie hat sich umbenannt auf Harpia Days. Also Harpia Gottes, aber Days mit zwei I.
Und da kann man, glaube ich, auf YouTube noch ein paar Lieder nachhören.
Also der Grund, warum wir uns umbenannt haben, ist, weil uns unsere frühen ersten Lieder,
wo wir gerade noch Instrumente gelernt haben, so unangenehm waren, rückblickend,
dass wir dann beschlossen haben, uns von uns selbst zu distanzieren.
Und so haben wir dann als HPA Days so durch die lokale Metal-Szene getourt, würde ich sagen.
Wobei ich glaube ja, dass diese frühen Schaffensphasen, ich glaube, es gibt so ziemlich keine Band, der das nicht unangenehm ist.
Ja, das wäre ja auch schlecht, wenn man sagt, gut, nach fünf Jahren sind die Lieder um nichts besser geworden.
Es ist dasselbe, glaube ich, mit YouTube. Ich habe auch irgendwann meine ersten Videos überwiegend offline genommen,
weil sie mir einfach so unangenehm sind.
Aber habt ihr ja so wie sehr viele Bands auch mit Cover-Nummern angefangen oder habt ihr wirklich von Anfang an selber geschrieben?
Wir haben von Anfang an selber geschrieben, aber wir sind dann schon irgendwann draufgekommen,
dass wir eigentlich viel mehr Spaß haben, wenn wir nicht unsere eigenen Lieder spielen,
sondern stattdessen Glamrock-Covers machen und uns quasi in Leopardenleggings, Spandex und Netzhemd anziehen
und ganz wild schminken und dann einfach Glamrock-Covern.
Also das haben wir so als kleines Side-Project gemacht.
Da haben wir es dann auch anders genannt.
Moment, Moment.
Es ist ein großartiges Bild.
Man kann es sich, wenn man es kennt, so ein bisschen vorstellen wie Steel Panther.
Das war so unsere grobe Orientierung.
I love it.
Spätestens jetzt googeln sämtliche unserer Zuhörenden sämtliche Bandnamen durch,
in Kombination mit Spandex und Leoparden.
Ich kann euch gleich enttäuschen.
Da findet man von uns, glaube ich, keine Fotos im Internet von den Glamrock-Abenden.
Okay, naja, vielleicht ist irgendwas archiviert auf AKF,
in irgendwelchen Cache von irgendwelchen Seiten.
Vielleicht tauchen dann auch noch Fotos auf.
Aber gut, also das ist ja eine weite Spanne.
Wie kam es von Spandex-Hosen zur Wissenschaftskommunikation
und warum Mikrobiologie und warum Science passt das und überhaupt?
Warum hast du dich ausgerechnet für dieses Fach entschieden?
Das würde mich total interessieren.
Ja, also es ist relativ schnell klar gewesen bei mir,
dass mit der Musik keine Karriere zu machen ist.
War auch nie meine Intention.
Aber ich hatte nicht immer den Plan, Molekularbiologe zu werden oder gar in die Wissenschaft zu gehen.
Also eigentlich die längste Zeit, während ich in der Schule war, war mein Plan, Polizist zu werden.
Aber wie ich dann beim Bundesheer war, bin ich draufgekommen, das ist, glaube ich, nicht so mein Ding.
Und wahrscheinlich ist das bei der Polizei nicht so unähnlich.
Und dann war ich relativ planlos.
Und dann habe ich halt das gemacht, was man dann angeblich machen soll.
Und bin zum AMS spaziert und habe so einen Test gemacht.
Einen Interessens- und Qualifikationstest.
Und da sind drei Dinge rausgekommen.
Das eine war Polizist.
Das habe ich aber schon abgeschlossen gehabt.
Das andere war Hundetrainer.
Aus welchen Gründen auch immer.
Ich dachte allerdings, eine Tierhaarallergie zu haben zu der Zeit.
Und das dritte war Biologe.
Und quasi mangel besserer Ideen habe ich mir dann eingeschrieben für dieses Biologiestudium.
Ohne große Erwartung.
Ich war schon irgendwo wissenschaftlich geprägt, weil mein Vater ist bis zur Pensionierung Professor für Statistik gewesen.
An einer Uni meine Schwester ist Physikerin.
Also diese ganze Wissenschaftswelt, die war mir nicht ganz fremd.
Aber ja, so bin ich dann bei Biologie gelandet.
Ich fand es am Anfang fast ein bisschen zart.
Weil man lernt halt viele Dinge, die einen vielleicht nicht so sehr interessieren.
Aber ich habe den Eindruck gehabt, je mehr man sich spezialisiert und in der Richtung landet, die einen dann wirklich voll interessiert, was bei mir halt Genetik war, Molekularbiologie und molekulare Medizin, desto lässiger ist es geworden.
Und irgendwann hat es mir dann halt wirklich mega getaugt.
Und jetzt bin ich ganz froh, dass das beim AMS so rausgekommen ist.
Wobei ich sagen muss, also gerade eben so in den 2000er Jahren, wo du ja auch studiert hast dann, war es ja auch noch so in der Biologie, dass du wirklich das komplette gesamte Feld der Biologen von Anfang an hattest.
Das heißt, du hast da die Ökologen mit den verfinsten Haaren bis zu den Knien und aber gleichzeitig die an der Mikrobiologie Interessierten mit den Aktenkoffern im gleichen Institut und in den gleichen Vorlesungen gehabt.
Also das hat mich immer massiv, ich weiß nicht, das hat mich damals immer so massiv beeindruckt, dass das so ein riesiges Feld von sehr, sehr, sehr diversen Menschen ist in der Biologie.
Das stimmt.
Die sich dann allerdings aufspalten, so recht schön in Kategorien und sich dann auch im späteren Studium nicht mehr so wahnsinnig viel über den Weg laufen.
Ja, das stimmt. Das fand ich auch sehr verwirrend zu Beginn, wie ich auf einmal in Vorlesungen sitze und diverseste Verdauungssysteme von Qualen auswendig lernen muss.
Und man auch denkt, ich bin mir nicht so sicher, ist das die richtige Richtung für mich.
Aber spätestens, wenn man dann in den Übungen ist, du hast ja eh, wie wir vorher kurz beredet haben, wahrscheinlich einige dergleichen gehabt.
Dann wird es halt wirklich spannend. Sobald man anfängt, ein bisschen Gene zu verändern und Sachen zu mutieren, dann wird es halt richtig cool.
Aber es ist so lustig, weil manche Klischees treffen ja doch zu und es ist diese Unterscheidung, also dass man irgendwie die Spezialisierung, also die Leute an der Spezialisierung, an ihrem Gang erkennen kann.
Das ist ja tatsächlich in den Geschichtswissenschaften auch nichts anderes.
Du erkennst die MediewistInnen, bei den NeuzeitlerInnen ist es ein bisschen schwieriger, aber du erkennst dann zumindest diese Lieber Mittelalter oder Lieber Zeitgeschichte.
Also das erkennt man schon sehr gut aus.
Mit den schwarzen, weiten Klamotten, das sind ja die Mittelalterleute, nämlich schon.
Tatsächlich, tatsächlich, beziehungsweise das sind dann die, die findet man auch öfter auf der alten Geschichte.
Also das sind dann wirklich die antike Faszinierten, mit denen man sich theoretisch auch dann auf Altgriechisch oder irgendwie auf Latein unterhalten könnte.
Man muss sich denken, okay, fein.
Da sind wir sympathisch.
Ich habe mal ein Interview mit einer Mittelalterforscherin für eine Universität gemacht und wir haben sofort mega gebondet, weil wir draufgekommen sind, dass wir die gleichen Mittelalter-Metalbands hören.
Ah ja.
Nämlich.
In Extremo und Soldatio Mortis oder wie die heißen.
Und irgendeine dritte, die mir jetzt entfallen ist, weil diese Phase schon ein bisschen zurückliegt bei mir.
Aber es ist sehr spannend, mit MedievistInnen über Mittelalter-Märkte zu reden.
Keine besonderen Fans?
Ganz tricky bei den Details.
Okay.
Nein, und das ist nicht authentisch, weil das gab es ja damals noch überhaupt nicht.
Und oh mein Gott.
Und dieses Getreide und jenes Besteck und so.
Ja.
Es ist sehr detailverliebte.
Dieser Weizen ist schon zu olibroid für die damalige Zeit.
Da trifft sich dann wieder die Mikrobiologie, die Genetik mit der Geschichte.
So schließt sich der Kreis.
Und warum dann eigentlich die Molekularbiologie?
Was hat dich daran so fasziniert?
Das ist eine sehr gute Frage.
Wie ihr sagt, man startet halt mal mit Biologie und dann sieht man ja eh, was einem gefällt.
Man muss dann ja eh all diese Vorlesungen machen.
Ich habe mir zum Beispiel erwartet, dass diese Paläontologie-Vorlesung mich total interessieren wird,
weil ich ja als Kind totaler Dinosaurier-Freak war, wie jeder in einem gewissen Alter wahrscheinlich.
Und das fand ich dann unfassbar langweilig.
Total fad.
Und ich habe gemerkt, sobald es geht in Richtung, sei es auch nur bakterielle Selektion,
aber alles, wo man sich vorstellen kann, was da gerade auf molekularer Ebene passiert,
das fand ich dann halt wahnsinnig spannend.
Und ich habe dann halt nebenbei mal in den Ferien so Praktika gemacht in irgendwelchen Forschungsgruppen.
Also anstatt eines Ferialpraktikums einfach dann immer Gruppen angeschrieben.
Hey, kann ich bei euch irgendwas machen?
Und da habe ich dann halt schon, bevor wir das offiziell auf der Uni gelernt haben,
halt schon PCRs machen können und lauter solche Sachen.
Und das fand ich irgendwie so lässig.
Und dieses ganze DNA-Klumper, das hat halt dann einfach angefangen, mir extrem zu taugen.
Und spätestens als es dann an dem Punkt war, wo du deine ersten Organismen genetisch veränderst.
Ich glaube, in meinem Fall waren das als erstes die C. elegans-Würmer.
Dann fand ich es halt wirklich super nice.
Und ja, dann hat es mich halt mehr und mehr in die Molekularmedizinschiene verschlagen.
Also es war kein bewusster Prozess.
Es war einfach, ich will bitte weniger von den Qualen und Dinosauriern und bitte mehr von der DNA.
Und wie dann der Sprung vom Forschenden zum Forschungserklärenden?
Das ist was, das habe ich schon neben dem Studium nebenbei immer irgendwie gern gemacht.
Also ich habe, Sarah, du weißt das ganz genau, ich habe in diesem Werner Open Lab gearbeitet,
über viele Jahre neben dem Studium.
Das ist ein Mitmachlabor, wo meistens sind es Schulklassen, die kommen dann herein,
denen erklärt man dann Sachen über Genetik, je nach Altersgruppe.
Und in den höheren Altersgruppen können die dann wirklich schon ihre eigene DNA extrahieren,
können da auf bestimmte Mutationen testen und eigentlich schon wirklich sehr PCRs machen,
Gelelektrophoresen, also wirklich ziemlich fortgeschrittene Genetik.
Und das hat mir irrsinnig getaugt.
Das hat man für alle möglichen Gruppen gemacht, für kleine Kinder, für Pensionistengruppen.
In einem Gefängnis habe ich auch mal einen Kurs gehalten.
Sehr cool.
Und da habe ich halt gemerkt, dass das etwas sehr Befriedigendes hat, wenn es da was gibt,
das man interessant findet.
Und man erzählt das jemandem und merkt, ah, der findet das jetzt auch interessant.
Und da wollte ich das dann halt immer mehr machen.
Dann habe ich halt neben dem Studium noch angefangen, einen Wissenschaftsblog zu schreiben.
Furchtbar schlimm, katastrophal rückblickend.
Ich würde ihn am liebsten offline nehmen, wenn er noch die Zugangsdaten hätte.
Aber die habe ich nicht mehr.
Und dann habe ich angefangen, Science Slams zu machen.
Bin dann da irgendwie salopp Europameister geworden in dem Ding und habe dann auch mein erstes Buch geschrieben noch neben dem Studium.
Und dann während des PhDs auch bei den Science Busters begonnen.
Und das war, wie man sich vorstellen kann, dann eine Situation, die ewig lang nicht gut gehen kann für einen menschlichen Körper.
Wenn man neben einem PhD-Studium, was eh schon mehr als eine 40-Stunden-Woche ist, auch noch so viele Sachen nebenbei macht,
dass ich mich dann halt nach der Promotion entscheiden habe müssen, eins von den beiden Dingen so richtig volle Wäsche zu machen.
Also entweder einen Postdoc und dann nur dabei zu sein und vielleicht so ein bisschen nebenbei Kommunikation oder volle Wäschwissenschaftskommunikation.
Und ich habe zu dem Zeitpunkt, und das habe ich eigentlich immer noch, den Eindruck gehabt,
dass es in Österreich vielleicht einen größeren Bedarf an guter Wissenschaftskommunikation gibt,
als es Bedarf an weiteren Postdocs auf den Universitäten gibt.
Und ja, da bin ich dann gelandet. Da bin ich jetzt.
Dann mag ich jetzt nochmal zurückgehen zu deiner Zeit im Open Lab.
Wann war denn das ungefähr? Kannst du mir da Jahreszahl sagen?
Oh mein Gott.
Also nur so ungefähr. Denn ich habe zweimal mit meinen Kindern einen Kindergeburtstag im Open Lab gefeiert.
Das würde mich jetzt interessieren. Ich glaube nämlich, bei einem der beiden könntest du dabei gewesen sein.
Aber das müsste ich jetzt von den Jahreszahlen her nachvollziehen. Und das bringe ich, glaube ich, nicht zusammen.
Ich fürchte auch, dass wenn jetzt Zufallszahlen, was ich da nennen würde, wie lange bin ich jetzt mein Pitch?
Nein, ich kann es echt nicht sagen.
Es ist egal.
Also ich schätze, dass es zehn Jahre vielleicht her ist, dass ich da aber dann plus minus drei Jahre oder wo ich dann unterrichte.
Kindergeburtstage habe ich dann auch noch mal wiederum.
Aber Kindergeburtstage habe ich dort öfter gemacht. Also es wäre jetzt nicht allzu unwahrscheinlich.
Es waren die zwei erfolgreichsten Kindergeburtstage, die meine Kinder jemals hatten. Denn wir sind davon ausgegangen, okay, Kindergeburtstag, man lädt mehr Kinder ein, als man tatsächlich braucht, weil es kommt eh nur die Hälfte.
Und es ist tatsächlich beim mittleren zum, ich glaube, sechsten Geburtstag, fünften oder sechsten Geburtstag, ist die ganze Kindergartengruppe aufgetaucht. Es waren 16 Kinder im Lab. Und wir hatten eigentlich mit gar nicht so viel gerechnet.
Und beim Ältesten, da gab es dann schon das zweite Labor, das größere, da waren es 22 Kinder, weil die ganze Schulklasse aufgetaucht ist. Es hat kein einziges Kind abgesagt, diesen Kindergeburtstag. Und ich habe heute noch Albträume von Muffins backen für diese Geburtstage mit den 22 Kindern, weil ich der Meinung war, damals Perfektionismus bei Kindergeburtstagen, ich war der Meinung, ich müsste drei verschiedene Sorten Muffins machen und jedes Kind müsste mindestens von jeder Sorte einen Muffin bekommen.
Ja, wir haben danach eine Woche lang Muffins gegessen.
Dann bitte, hat es auch was Gutes gehabt.
Großartig. Aber nein, also wir haben, das war sehr begeisternd für die Kinder. Also ich glaube, ich weiß, mein Ältester kann heute noch erzählen vom, was haben sie DNA extrahiert aus Heidelbeeren.
Ah ja, ja, klassisch, ja.
Genau. Und der mittlere hat, was haben sie gemacht, ich glaube, aus Filzstiften die Farben getrennt.
So was.
Ja, das freut mich zu hören und ich muss auch sagen, ich habe im Studium einige Leute kennengelernt, die gesagt haben, sie haben sich dann für das Studium eingetragen, weil sie mit der Schule im Open Lab waren und das hat ihnen so getaugt, dieses ganze Genetikzeug bei den Älteren, dass sie sich gedacht haben, wie kann man das als Beruf vorstellen. Also ich glaube, das bewirkt schon was.
Und das war halt auch für mich heute rückblickend sehr lehrreich als Wissenschaftskommunikator, weil man halt den Vorteil hat, dass man wirklich sehr regelmäßig, sehr ausführlich Leuten etwas erzählt über Wissenschaft, etwas erklärt und man hat halt dieses sofortige Feedback.
Also man sieht sofort, verstehen die das, finden die das interessant oder ist das zu fad, zu unverständlich, zu detailreich. Das ist ja das Schöne an Kindern, die kennen ja keinen Höflichkeitsapplaus und die verstecken das nicht sehr, wenn sie irgendwas doof finden.
Das heißt, ich glaube, da lernt man relativ gut, wie man etwas erzählt auf eine Weise, die auch wirklich interessant ist und verständlich.
Ich muss ja sagen, ich habe in meinem letzten Job dabei für, also meine Aufgabe war politische Kommunikation auf Social Media und ich kam genau in die Pandemiezeit.
Also ich habe tatsächlich Social Media Kommunikation, digitale Kommunikation in der Pandemie irgendwie wuppen müssen, inklusive Community Management.
Ich kenne die Verschwörungsmythen, ich kenne sie alle, plus sämtlicher Links und Plattformen zu Schwurbelartikeln.
Und auf jeden Fall ist halt dann bei uns irgendwie aufgetaucht, so die Frage, na gut, wie können wir, ohne jetzt selber eigenes Format entwickeln zu müssen, wie können wir sozusagen auch intern, bei der internen Kommunikation die Leute ein bisschen unterstützen, sozusagen, wie können wir ihnen Inhalte an die Hand geben, dass sie sich online bei der Diskussion etwas leichter tun.
Und ich habe tatsächlich dann, wir hatten so eine App, so eine eigene und ich habe da einen Bereich gemacht zum Thema Covid und Pandemie.
Und ich habe tatsächlich die Leute zugeballert, Martin, mit deinen Videos.
Super, damit kann man die Familie hervorragend spalten.
Und das hat, also, und vor allem, es war auch einfach praktisch, weil immer wieder dieselben Dinge natürlich gekommen sind und ich habe dann schon gewusst, welche deiner Videos wir sozusagen im Repertoire hatten.
Und habe dann immer nur noch die Links geschickt.
Ich habe dann immer nur noch gesagt, dazu gibt es da was, dazu gibt es da was, dazu gibt es da was.
Also danke jetzt rückwirkend dafür.
Ja, super, Katrin, danke auch. Das freut mich sehr zu hören. Das war ja wirklich so mein Ziel mit diesen Videos, dass ich quasi die wichtigsten Punkte der Video für Video abarbeite, damit man halt wirklich so ein Repertoire hat, dass man einfach rausballern kann.
Wenn es denn jetzt so mühsam ist, zehnmal das Gleiche überall online zu diskutieren. Also freut mich, wenn der Plan aufgegangen ist.
Aber das bringt mich eh auch zur Frage, gerade die Pandemiezeit muss ja für dich unglaublich anstrengend gewesen sein.
Ich kann mir vorstellen, dass du da, also vielleicht weiß ich nicht, aber besonders viel mit Hatern oder mit Anwürfen zu tun hattest.
Wie ist es dir da gegangen in der Zeit?
Ja, also davon kam natürlich, wie zu erwarten, schon einiges. Mir ist es damit relativ gut gegangen, weil es bei mir eigentlich nur im Online-Bereich geblieben ist.
Also bei mir hat keiner an die Tür geklopft oder so. Ich kenne auch Leute, wo das die Situation war, dann ist es nicht mehr ganz so lustig.
Aber bei mir war das eigentlich nur Online-Noise. Und ich habe eine sehr simple statistische Überlegung gehabt.
Ich habe mir gedacht, es gibt so viele Leute im deutschsprachigen Raum, die Wissenschaftskommunikation machen, auch rund um die Pandemie.
Zu einem großen Teil auch mit deutlich mehr Reichweite.
Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich von all denen der Erste bin, dem einer in die Goschen haut?
Ich habe mir gedacht, die Chancen sind relativ gering.
Wenn es lauter Nachrichten kommen, dass die Mai Tin-Junkim eine aufgeklickt hat oder ich weiß nicht, der Gesundheitsminister, das würde mir irgendwo lesen.
Dann würde ich anfangen, mir Sorgen zu machen.
Aber ich habe mir gedacht, solange das quasi eh nicht die Situation ist, dass das so brutal eskaliert,
dann nehme ich das einfach als Internet-Hintergrund rauschen von irgendwelchen Spinnern und treffe halt die gewissen Vorkehrungen, die man halt vernünftigerweise trifft.
Aber ich habe jetzt nie einen Punkt gehabt, wo ich mich real bedroht gefühlt hätte.
Ich glaube, dann ist halt die Frage, wie geht es einem so persönlich damit, wenn man Anfeindungen im Internet liest.
Und das ist rund um die Zeit, wo über eine Impfpflicht diskutiert wurde, ist das natürlich massiv gepiekt.
Aber wie die Diskussion dann vorbei war und quasi der Ukraine-Krieg dann begonnen hat,
da haben die dann eh alle ein anderes Thema gehabt, mit dem sie sich beschäftigen wollen.
Und da ist das eigentlich komplett abgeflacht.
Und außerhalb von mittelmäßigen Beleidigungen kommt jetzt eigentlich nicht mehr viel.
Da sind die ganzen Hobby-Immunologen auf einmal zu Verteidigungsministern und dergleichen geworden.
Ja.
Es war unglaublich.
Das war Verteidigungsminister von Russland allerdings.
Aber sowas von.
Ja, aber sonst, ich meine, es kommt eigentlich, also bedrohlich, es kommt jetzt eigentlich gar nichts mehr.
Oder so gut wie gar nichts mehr.
Jetzt ist eigentlich nur dasselbe, was halt immer unterschwellig genannt wird.
Das ist nur überblieben.
Und das sind halt diese Unterstellungen, dass man von diversesten finsteren Mächten finanziert wird.
Sei es, früher war es die Regierung, dann war es Pfizer.
Jetzt ist es, boah, ich weiß nicht.
Irgendwas denken sie sich immer aus, wenn die wüssten, wie wenig Geld man mit YouTube macht.
Die wären furchtbar enttäuscht.
Ist es nicht die internationale Adrenochrom-Produktion oder sowas inzwischen?
Ich weiß es nicht.
Also Big Pharma auf jeden Fall, oder?
Genau, meistens irgend sowas.
Das heißt, Vollständigkeit selber dazu, nein, werde ich nicht.
Also ich habe meinen Sponsor NordVPN.
Und wenn ich Geld mache, dann meistens davon.
Jetzt überlegen gerade einige, wofür könnte die Abkürzung VPN stehen?
Da muss man aufpassen, weil sonst kommen die nächsten Verschwörungsmythen da auf VPN.
Ich bin ja für Very Polite Nutzer.
Ja, mir fällt auf die spontane VP, denke ich, nur Volkspartei, aber da möchte ich das Ende gar nicht ausführen.
Also ich weiß nicht, wofür es stehen könnte.
Aber was sind gerade die aktuellen Themen bei dir, mit denen du dich in der Kommunikation nach außen beschäftigst?
Ich habe heute gerade noch ein Video geschaut zum Thema Kram der Wasser.
Soll ich ein Geheimnis verraten?
Ich weiß nicht, ob ich das schon jemals öffentlich wo gesagt habe.
Bitte.
Weil ich habe das selbst erst seit vor wenigen Wochen erfahren.
Dieses Wasser hier in meinem Glas, das ich hier trinke.
Dieses Wasser, das ich seit zwei Jahren trinke.
Nein.
Es handelt sich um Krannterwasser.
Es tut mir so leid.
Ich bin umgezogen und ich habe ein Dokument zugespielt bekommen von der Grander Wasseranlage, die in diesem Gebäude verbaut ist.
Aber auch nur 5.000 Euro kostet in der Anschaffung.
Also das ist alles halb.
Okay, morgen steht in der Zeitung unterstützt Grander Wasserlobby.
Wahrscheinlich kriege ich dann auch einen Preis von der Russischen Akademie der Naturwissenschaft.
Du musst aber vorher deinen Beitrag, deinen Nikkeitsbeitrag einzahlen.
Aber über den Weg kommst du dann vielleicht zum verdiensteten, also zum österreichischen Orden.
Magst du diese, weil wir uns gerade so amüsieren, magst du kurz diese Geschichte erzählen?
Für alle, die sie nicht kennen.
Ja, die beneidigt ist diese Geschichte.
Also dieser Grander, dieser Johann Grander, das war so ein Typ, der hat eine Vision gehabt von Jesus Christus, wo ihm eine super Startup-Idee gepitcht hat.
Und zwar, dass man ein Wasser energetisieren kann.
Und dann hat er diese Grander-Firma gemacht, wo die Idee ist, du baust Geräte, in denen ist irgendein energetisiertes Wasser, was auch immer das heißen soll.
Und wenn da normales Wasser dran vorbei fließt, also in der Nähe dran vorbei fließt, nichts hat damit irgendwas Kontakt, dann wird dieses Wasser auch energetisiert.
Und das ist angeblich super für alles.
Also die Pflanzen wachsen schneller, die Haustiere sind ärgerbenannt und so weiter und so fort.
Und das war vor, ich glaube, 20 Jahren so wirklich der Mega-Hype.
Jeder Zweite hat sich da hin zur Grander-Wasseranlage und sündhaft teures Geld in die Wohnung einbauen lassen, was halt de facto überhaupt nichts bewirkt.
Und ich habe halt ein Video gemacht, gemeinsam mit einem Professor der Uni Wien, der damals geklagt wurde von einer Grander-Vertriebsfirma.
Weil da gab es einen Artikel in irgendeiner eh namenhaften Zeitung, ich glaube der Kurier.
Da wurde behauptet, dass Grander-Wasser laut Anwenderberichten Krebs heilen kann und viele andere völlig schwachsinnige Behauptungen.
Und jetzt darf man nicht sagen, als Werbung Grander-Wasser heilt Krebs, aber man darf sagen, Grander-Wasser heilt laut Anwenderberichten Krebs.
Man kann ja immer sagen, ja, das hat halt ein Anwender behauptet.
Also die schauen schon, dass sie rechtlich da alles irgendwie gerade noch so hingebogen bekommen.
Und dieser Uni Wien-Professor, der Erich Eder, hat dann einen Leserbrief geschrieben, in dem er Grander-Wasser unter anderem als einen aus dem Esoterik-Milieu stammenden parawissenschaftlichen Unfug bezeichnet.
Und dass es an Betrug grenzt, an gewerblichen Betrug.
So, daraufhin ist er geklagt worden.
Ich fasse das jetzt zusammen.
Er ist nicht einmal geklagt worden, nicht zweimal, er ist dreimal geklagt worden.
Und was am Ende rausgekommen ist, ist zum einen, dass es vollkommen richtig ist, man darf laut Gerichtsurteil offiziell sagen, Grander-Wasser ist ein aus dem Esoterik-Milieu stammender parawissenschaftlicher Unfug.
Was man nicht sagen darf, ist, dass es an Betrug grenzt.
Weil der Begriff Betrug, der ist juristisch sehr präzise definiert.
Und ich darf erst vom Betrug sprechen, wenn ein Gericht festgestellt hat, dass hier betrogen wurde.
Und das war zu dem Zeitpunkt dann nicht der Fall.
Deswegen hat er dann letztlich zahlen müssen.
Er hat, ich glaube, 25.000 Euro Prozesskosten gehabt.
Aber die hat er über Crowdfunding innerhalb von ein paar Monaten wieder drin gehabt.
Und was hat jetzt mit diesen Orden auf sich?
Achso, genau.
Ja, genau.
Über das Wort möchte ich reden.
Der Orden, ja.
Der Johann Grander, der hat einen Orden verliehen bekommen.
Und zwar den Orden, einen Orden von der Russischen Akademie der Naturwissenschaften.
Das klingt super.
Muss man aber wissen, es gibt die Russische Akademie der Wissenschaften.
Das ist die echte Akademie.
Und dann gibt es die Russische Akademie der Naturwissenschaften.
Und die ist ein privater Verein, der für Spenden Preise verleiht.
Also dieser Orden, der wurde dem Grander gekauft.
Die bezahlt man für sowas.
Aber das wurde dann genommen, um in Österreich zu argumentieren.
Schaut, der hat einen super Preis bekommen von der Russischen Akademie der Naturwissenschaften.
Dafür, da sollten wir ihn doch auch nominieren.
Ich glaube, der Bürgermeister seiner Gemeinde hat ihn dann nominiert für das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Und da muss man ein paar Kriterien erfüllen.
Ich glaube, irgendein Akademiker musste da irgendein Schreiben geben, dass das total super ist, was du machst.
Das findet man ja leicht.
Der hat ja sehr viele Fans, dieser Grander.
Und dem wurde dann wirklich dieser Orden verliehen.
Und dann Bildungsminister Hahn damals.
Und das Spannende ist, es gab dann aber einen Antrag auf Aberkennung des Ordens.
Und zwar wurde der eingereicht von sämtlichen Parteien.
Sämtliche Parteien haben die Aberkennung unterstützt.
Entschuldigung, ich glaube, die Bildungsministerin Gera war das damals.
Aber später war dann der Hahn.
Genau.
Und der Hahn, wenn ich das jetzt nicht verkehrt herum sage, obwohl alle Parteien das gefordert haben, hat aber beschlossen, nein, der Orden wird ihm nicht aberkannt.
Und zwar mit der Begründung, dass erst einmal ein solcher Orden jemanden aberkannt wurde.
Und zwar diesem komischen Arzt.
Wie?
Der Groß.
Der Groß.
Genau, der Hahnlich Groß, der am Spiegelgrund die ganzen Kinder umgebracht hat.
Genau.
Das heißt, man hat gesagt, das wäre nicht verhältnismäßig quasi mit der Begründung, weil der Grander ist kein Kindermörder, also darf er den Orden behalten.
Und so ist das bis heute ein Schandfleck auf diesem Preis, dass das quasi einem Esoteriker für völligen Unsinn verliehen worden ist.
Aber ja, das ist halt sehr österreichisch.
The bar is very low.
Ja.
Und sie holen sich immer wieder eine Genehmigung für Tiefbau.
Jedes Mal.
Ach so?
Nein, wenn der Bar so low ist, sie geht trotzdem durch.
Aber das klingt jetzt alles so wahnsinnig lustig mit diesem Granderwasser und Betrug und es ist teuer, aber man kann das als lustiges Geschichteln erzählen.
Aber eigentlich steckt ja doch dahinter, dass da Leute über den Tisch gezogen werden, die es sich möglicherweise nicht leisten können, die vielleicht wirklich glauben, sie tun was für ihre Gesundheit.
Also es ist dieser ganze Schwurbel, ich habe mich viele Jahre damit beschäftigt und vor der Pandemie war das auch alles irgendwie ganz lustig.
Aber inzwischen kippen da doch mehr Leute rein, als das früher der Fall war, oder?
Ja, subjektiv.
Ich meine, ich glaube, die Frage ist immer, wie problematisch ist der Schwurbel?
Also gerade bei Granderwasser natürlich viele Leute, die viel Geld rausschmeißen.
Aber ich bin guter Dinge, dass die meisten, die dafür das Geld rausschmeißen, das Geld zumindest haben.
Ich habe ja selber da meine Leidensgeschichte, so bin ich überhaupt zu dieser ganzen Skeptikerbewegung gekommen, weil auch in dem Haus, wo ich vor vielen Jahren mal gewohnt habe, dann das Wasser super verkalkt war.
Und es heißt nicht, wir brauchen eine Entkalkungsanlage.
Und die Hälfte des Wohngebäudes hat argumentiert, na, na, kauf mal gleich eine Grandanlage, viel, viel besser.
Und ich habe gesagt, na, ich will ja nicht mitzahlen bei diesem esoterischen Schwachsinn.
Und habe dann angefangen, herumzudiskutieren.
Am Ende war das gesamte Wohngebäude komplett zerstritten.
Und es wurde gar keine Anlage angeschafft.
Weder eine Entkalkungsanlage, noch eine Grandanlage.
Einfach damit irgendwie wieder der Hausfrieden herkommen kann.
Also allein das ist schon ein Ärgernis für Grander.
Weil halt Leute von diesem Schwachsinn überzeugt sind, ich mich dann herumärgern muss und mit Leuten streiten, die ich vielleicht sonst eigentlich ganz nett fände.
Aber es ist immer noch, es ist halt wie Globuli.
Es ist nervig, dass so viele Leute das so super finden und halt in manchen Fällen auch wirklich hochproblematisch.
Aber in der Regel ist es relativ okay oder relativ harmlos, würde ich sagen.
Was halt nicht der Fall ist bei manchen anderen Schwurbeln, wenn es jetzt um, ja Sarah, du hebst deine Hand.
Also ich würde dir bei den Globuli vehement widersprechen, dass das ungefährlich oder ja, eigentlich nur lustig ist.
Ich weiß, man kann sich herzlich darüber lustig machen, dass es Globuli fürs Auto gibt.
Und wenn man es in den Kofferraum legt, dann die Reichweite erhöhen oder was weiß ich was.
Das Problem ist, dass Leute ihre Kinder damit behandeln, statt mit wirksamen Medikamenten.
Und ich sage das jetzt und die Geschichte kennen, glaube ich, inzwischen wirklich alle von mir.
Ich sage das als jemand, der sechs Wochen lang mit Mumps gelegen ist, mit vermutlich einer Hirnhautentzündung dabei.
Und das Ganze wurde nur mit Essig, Batschal und Globuli behandelt.
Und als solche bin ich nicht bereit, das als harmlosen Schwurbel zu sehen.
Ja, da bin ich vollkommen bei dir.
Nein, nein, also wenn es jetzt wirklich darum geht, das sinnvolle medizinische Interventionen abzulehnen, das ist ja, glaube ich, das Problem bei der Sache.
Das Problem ist ja nicht, dass Kindern Globuli gegeben wird, wenn sie ein Schnupfen haben oder ähnliches.
Das Problem ist halt, dass das zwangsläufig mit einem Weltbild einhergehen muss, dass der echten Medizin quasi, das quasi argumentiert, dass die echte Medizin irgendwas fundamental falsch macht oder nicht versteht.
Weil ich kann unmöglich behaupten, dass Globuli wirksam sind und gleichzeitig sagen, dass die evidenzbasierte Medizin das Beste und Sinnvollste ist, was wir haben.
Das geht sie vorne und hinten nicht aus.
Das merke ich halt bei allen Alternativmedizinern und Medizinerinnen, dass sie immer irgendeinen Weg finden, die echte Medizin zu schimpfen, zu diskreditieren, irgendwie ihnen vorzuhalten, dass die so blind sind und so unvollständiges Weltbild.
Und das ist halt das Problem.
Das Problem ist, also wenn du ordentlich behandelt worden wärst und man dir halt zusätzlich Globuli gibt von mir aus, daher der Name Komplementärmedizin, aber wenn man sagt, die echte Medizin ist zu arg, die macht nur Probleme, die will dich nur krank halten, um Geld zu machen, was ja noch die noch geschissenere Einstellung ist, dann wird es halt schwierig.
Und da hast du völlig recht, das geht halt zwangsläufig ein Stück weit Hand in Hand.
Ja, leider. Und es geht eben immer zu Lasten derer, die sich halt nicht selber aussuchen.
Ich stimme dir völlig zu, wenn man sagt, man macht das zusätzlich, ja, soll man halt ein bisschen Zucker essen.
Die meisten Kinder werden sich nicht darüber beschweren, wenn sie krank sind, dass Zucker kriegen.
Aber es ist eben, ich bin gerade bei Globuli halt nicht bereit, das als harmlos zu sehen.
Und ich weiß nicht, also ich finde jetzt auch Granderwasser als Schwurbel auf der Skala von lustig bis schlimm, schadensträchtig eher so auf dem lustigen Ende.
Ja.
Aber es ist halt immer schwierig, weil das Mindset ja das Gleiche ist.
Ja, und es ist auch am teuren Ende, muss man sagen.
Also ich kann gar nicht so viel Geld in Globuli investieren wie für eine so eine Grander-Aufbereitungsanlage.
Außer ich annehme mich von gar nichts anderem über Monate.
Ich habe ja diese Batchblüten oder wie man meistens sagt, Bachblüten, ich habe die mal für ein Video gekauft.
Und das ist ja ein viel größerer Humbug, als ich geglaubt habe.
Ich dachte, das wären irgendwelche Blütenextrakte, aber nichts da.
Da geht es ja auch nur um Schwingungen und Energien.
Aber ich muss sagen, die Dinger sind super lecker.
Also ich habe die danach nicht entsorgt.
Ich habe die so bei mir mitten am Küchentisch stehen.
Ich frage mich immer, wenn da wer auf Besuch kommt, was die sich denken.
Aber ich snack die bis heute.
Die sind außerordentlich ergiebig.
Wenn ich vorbeigehe, haue ich mir ein paar Tropfen rein.
Wappen musst du.
Sagt in allen Öffentlichkeiten, Granderwasser und Wappen.
Richtig.
Ein Teil.
Das wäre schab.
Trinkt Granderwasser und schmeckt.
Wonach schmeckt dieses Zeug?
Wie können wir uns das vorstellen?
Zwei verschiedene.
Also ich habe einmal die Notfalltropfen.
Das sind die populärsten.
Das ist so eine Mischung aus verschiedenen Patchblüten.
Und die haben aber den Vorteil, dass sie alkoholfrei sind.
Weil die gibt mir so gerne Kindern.
Und die schmecken irgendwie so nach Glycerol.
Also die schmecken einfach wie ein halbviskose Zuckertropfen, aber doch mit irgendeinem gewissen Aroma.
Und dann habe ich, ich glaube, die Patchblüte Nummer drei.
Das ist die Blüte der Toleranz, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Und das ist eine alkoholische Lösung.
Also wenn ich da tropfen will, dann eher nur abends, wenn ich nichts mehr vorhabe.
Diese Rescue-Tropfen, die man den Kindern übrigens so gerne gibt.
Wir hatten die natürlich auch.
Meine Mutter hat die einmal, und da erinnere ich mich dran, weil ich das damals sogar mit acht Jahren als Blödsinn erkannt habe.
Eine Topfpflanze ist runtergefallen vom Fensterbrett.
Und meine Mutter hat also, nachdem sie diese Topfpflanze wieder eingetopft hatte und zurückgestellt hat,
der Topfpflanze Rescue-Tropfen in die Erde getan, damit sie sich gut erfängt.
Das hat damals sogar ich als achtjähriger als Blödsinn erkannt.
Wobei man da wirklich vorsichtig sein muss.
Weil ich auf Wikipedia durch reinen Zufall gelesen habe, dass wenn man Viagra ins Wasser von Schnittblumen gibt, dass die länger stehen.
Kann jeder nachsehen, Viagra, Wikipedia.
Aber ich habe es nicht nachrecherchiert, ob das wirklich eine legitime Studie ist.
Aber ich denke mal, das mit den Rescue-Tropfen vielleicht.
Vielleicht ist da was anderes dran.
Das Problematische bei dem Ganzen ist das eine, wir bewegen uns ja da auf zwei Ebenen.
Das eine ist Ideologie.
Also alles, was Esoterik betrifft.
Diese sogenannte alternative Medizin.
Also wo einfach Weltbild und Ideologie transportiert wird dadurch.
Und das Ideologie gegen evidenzbasierte Wissenschaft.
Das sind einfach zwei unterschiedliche Ebenen.
Und deswegen, ja, darin sehe ich auch die Gefahr, wenn sich Ideologie tarnt als Wissenschaft, dann wird es richtig gefährlich.
Ja, absolut.
Zumal Sie auch immer einen Grund haben müssen, warum die Wissenschaft nicht das zeigt, was Sie behaupten.
Also ich merke das ja ganz stark bei diesem Dr. Spitzbart, über den ich jetzt ein paar Videos gemacht habe.
Der betont an jeder Ecke, dass der Wissenschaft nicht zu trauen ist.
Dass Studien nicht zu trauen ist.
Außer bei den paar Studien, wenn er sich mal auf eine bezieht, die zufällig mit sehr viel Fantasie das stützen, was er sagt.
Dann ist das natürlich legitim.
Aber alle Studien, die ihm widersprechen, denen ist nicht zu trauen.
Also das ist halt das Problem.
Sobald ich mich quasi wegbewege von einem evidenzbasierten Pfad, dann muss ich halt immer irgendwelche Ausreden finden, warum die echte Wissenschaft da was anderes zeigt.
Ja, und das ist halt das Problem, dass halt immer das Weltbild zwangsläufig damit einhergeht.
Ein Weltbild, in dem Wissenschaft einfach nicht gut funktioniert.
Ja, im Zweifelsfall kennt die Wissenschaft einfach nicht das Ganze und kommt deshalb nicht zu den richtigen Ergebnissen, oder?
Ich meine, sie kennt das Ganze, aber die Antivissenschaftler kennen halt noch weniger.
Das ist das Problem.
Wissenschaft behauptet ja nicht, dass sie alles weiß.
Aber wir haben halt keine bessere Methode, um herauszufinden, was richtig ist.
Und dann einfach zu sagen, na, na, na, na, die sind alle korrupt und gekauft und bestochen.
Und das, was ich sage, stimmt, weil ich merke das ja, ich spüre das ja.
Das ist halt einfach eine Sache, die wäre vor 200 Jahren ein legitimes Argument gewesen, aber heute halt einfach nicht.
Aber also für die, die deine Kanäle nicht kennen, da wird es jetzt nicht so viele geben, die uns zuhören.
Aber trotzdem, welchen, du verwendest ja Humor als einen der Zugänge in deiner Wissenschaftskommunikation.
Warum oder was ist das Gewinnbringende oder das Schöne daran, das eben auch mit viel Humor zu machen?
Ja, also das eine ist einfach, mir macht es halt selber viel mehr Spaß.
Also ich habe ja eh auf der Uni jahrelang wissenschaftliche Vorträge gehalten,
mit keinem Funkenhumor drin, sondern nur Figger, Figger, Figger herzeigen.
Und das ist halt bei weitem nicht so, das macht mir halt nicht so viel Freude, wie wenn ich jetzt mit Designsbusters auf der Bühne stehe
und da ein bisschen Bubenhumor zwischen den ganzen, zwischen das ganze Klumpert gepackt wird.
Und ich fände es auch schade, wenn ich irgendein, irgendein Video mache und dann habe ich irgendeinen Gedanken,
der mich köstlich amüsiert und das dann nicht ins Video einzubauen, ja das fände ich irgendwie schade.
Jetzt mache ich gerade ein Video, das habe ich jetzt geschnitten, bis wir jetzt zu dieser Aufnahme gestartet haben,
habe ich ein Video geschnitten über ein Phänomen namens Spiegelleben, vor dem jetzt Forschende in, ich glaube, Science gewarnt haben.
Das ist, wenn man ein Bakterium, Molekül für Molekül, spiegelt in seiner Chiralität, in seiner Händigkeit,
dass man dadurch ein komplett gespiegeltes Bakterium erschaffen könnte
und dass das eine der größten Bedrohungen für das Leben auf dieser Erde sein könnte.
Und ich habe irgendwie, ich weiß nicht, dann denke ich halt an Spiegelleben
und dann fällt mir irgendein Sketch, schießt mir dann durch den Kopf,
wo irgendjemand im Krankenhaus versucht, einem Spiegel das Leben zu retten
und dann funktioniert das nicht und dann ist ein Spiegelbegräbnis
und laut der Spiegel stehen trauernd um einen Sarg, in dem ein Spiegel liegt.
Und ich weiß, ich kann mir halt nicht helfen, dass mir diese Gedanken durch den Kopf schießen
und ich finde das so schade, wenn ich das nicht umsetzen könnte.
Also ich mag das so an meinem Beruf, dass alles, was mir einfällt,
was vielleicht eigentlich sehr blöd ist, aber jetzt nicht so blöd,
dass man es nicht ins Video einbauen kann,
dass ich halt die Freiheit habe, das reinzutun.
Und das dürfte ich halt nie im Leben machen,
wenn die Universitätskurse halten wird.
Aber es ist natürlich schon auch der Gedanke,
dass man mit Humor vielleicht dann auch ein bisschen Leute zur Wissenschaft bringt,
die sich sonst nicht so sehr dafür interessieren würden,
die halt vielleicht hinkommen, weil ich glaube, das schaut lustig aus
und dann bleiben sie dabei und sind überrascht, wie interessant das ist.
Also ich glaube zum Beispiel nicht, dass sich viele Leute,
die jetzt nicht aus der Chemie oder aus der Biologie kommen,
ein Video über die Chiralität von Molekülen ansieht,
wenn da nicht eine Handlung drumherum wäre und ein gewisser Humor und fast schon ein Spannungsbogen.
Also ich versuche das schon zu nutzen,
um Leuten vielleicht irgendwelche Konzepte zu vermitteln,
wo ich glaube, sonst würde man da zu schnell wieder wegklicken.
Aber in erster Linie mache ich es so wie vieles aus rein egoistischen Gründen,
einfach weil es mir mehr Freude macht.
Und ganz ehrlich,
ich glaube, viele Universitätskurse würden sehr davon profitieren,
gerade in der Molekularbiologie oder überhaupt in der Biologie von einer Portion Humor.
Das stimmt natürlich, aber da hat man doch sein Curriculum,
das man auch irgendwie durchboxen muss.
Und ich glaube, das würde ich wahrscheinlich ein bisschen schleifen lassen,
wenn ich völlige Freiheit habe.
Ja, wobei,
also ich habe gerade letztens ein Referat gehalten.
Also ich arbeite gerade sehr viel mit Quellen aus dem Archiv,
so wirklich, wie man es sich vorstellt,
im verstaubten Archiv sitzen und verstaubte Zettel wälzen.
Und ab und zu fällt man dann irgendwie über Skurrilitäten drüber.
Und ich habe das dann ins Referat eingebaut
und wir haben alle sehr gelacht
und es haben alle sehr herzig und lustig gefunden.
Und ich bin mir ziemlich sicher,
dass das, was genau das ist,
was den Leuten von meinem Referat hängen geblieben ist.
Und der Rest wahrscheinlich eher weniger.
Unter Garantie!
Unter Garantie!
Aber hast du,
also ich kann mir vorstellen,
ich hatte selber einen ganz großartigen Biologielehrer in der Schule.
Bin auch dann vertiefend Biologie gegangen
und das war einfach ein ganz, ganz toller Lehrer,
der auch viel mit Visualisierungen gearbeitet hat,
auch viel mit Humor gearbeitet hat.
Und bei mir ist bis heute,
darum musste ich auch bei dem Bild so lachen,
über die Drosophila melanogaster,
weil diese Tierchen mich durch die gesamte Oberstufe begleitet haben.
Aber ich habe mir so viel gemerkt dadurch,
eben durch dieses Bildliche,
durch diesen Humor,
durch das Geschichten erzählen.
und meine Frage ist,
hast du schon mal Rückmeldungen bekommen von Leuten,
die irgendwie gesagt haben,
du Martin,
ich habe mir so deine ganzen Videos angeschaut,
du machst das so super,
du hast bei mir das Interesse geweckt,
deswegen habe ich mich auch für bestimmten Bildungswege entschieden.
Kommt das?
Wie kommt das vor?
Das habe ich tatsächlich schon gehört.
Also wir sind ja nach jeder Science-Buster-Show,
stehen wir am Büchertisch und reden da noch ein bisschen mit den Leuten
und signieren vielleicht Bücher.
Und da ist schon mehr als einmal vorgekommen,
dass jemand gesagt hat,
ich habe deine Videos geschaut
und jetzt habe ich angefangen,
Biologie zu studieren,
weil das eigentlich so interessant klingt.
Und das ist schon immer ein Bummer.
Also da denke ich mir,
na habe ich der.
Hoffentlich denkt er sich nicht,
wenn er dann auch die Verdauungssysteme der Qualen auswendig lernen muss.
Pau, das ist jetzt wegen der Mode.
Oh nein, was habe ich da angerichtet?
Aber es ist natürlich schön, das zu hören,
weil es ist ja ein unfassbar interessantes Fach.
Also ich glaube,
Genetik und künstliche Intelligenz
sind wahrscheinlich die Gebiete,
wo gerade die größten Sprünge gemacht werden.
Und wenn man in einem von den beiden da irgendwie landet,
dann macht man wahrscheinlich nicht viel falsch.
Ich denke mir gerade so,
jemand sitzt da, lernt Plattentektonik
und denkt sich die Hand
oder schreit,
die Faust zum Himmel gehoben.
Mutter!
Wegen dir!
Das war alles nur ein großer Prank,
um die Leute zu diesem Studium zu machen.
Du, vielleicht benennst irgendwie die Uni Wien.
Das fände ich cool.
Eine Büste von dir im Säulengang der Uni Wien.
Das wäre doch fantastisch.
Das habe ich mir schon oft überlegt.
Also so eine Büste
oder ja gleich eine ganze Statue.
Das hätte er schon gern.
Ich habe mich schon mal umgeschaut am Zentralfriedhof.
Ich glaube, das kriegt man ja kaum.
Aber ich würde gern viel Geld zur Seite legen,
dass ich mal so ein Grab habe
mit so einer riesen, riesen Statue.
Vielleicht mit einem Schwert.
Weil offensichtlich gibt es Leute,
die dürfen das.
Und ich finde es eine Frechheit,
dass ich das nicht darf.
Ich habe Connections zu einem Stein mit, Martin.
Das kriegen wir hin.
Also wenn, dann aber bitte als Drosophila.
Ja, das wäre wahrscheinlich.
Mit Schwert.
Drosophila mit einem Schwert als Kompromiss.
Sehr gut.
Ja, genau.
Fantastisch.
Wie sind wir jetzt bei der Statue gelandet von Wissenschaftskommunikation?
Ich bin mir nicht ganz sicher.
Das ist ja das geheime Ziel von allen Wissenschaftskommunikatoren.
Das ist dann ein Statue gelandet.
Mit Schwert, ja.
Klar.
Mit Schwert und Flügel.
Es ergibt Sinn.
Es ergibt Sinn.
Aber das ist schön, diese Abbiegungen.
Das ist ja unsere Spezialität im Podcast.
Das irgendwie von einem zum nächsten abzubiegen
und hinten noch nicht mehr gewusst zu haben,
wie wir da hinkamen.
Aber ich wollte jetzt eigentlich noch fragen.
Also unser Podcast heißt ja Österreich.
What the fuck?
Und das ist eine Frage, die wir allen unseren Gästen stellen.
Ein paar What the fuck Momente hast du ja schon angesprochen.
Aber wann hast du dir das letzte Mal What the fuck gedacht?
Es kann positiv, also was Schönes gewesen sein.
Es kann aber auch was im Ursinn von What the fuck gewesen sein.
Was war so der letzte Moment, den du erzählen möchtest?
Da bin ich jetzt unvorbereitet.
Schneidet sie den Podcast, kann ich länger überlegen.
Ja, sicher.
Wann habe ich mir das letzte Mal What the fuck gedacht?
Überleg nur, wir spielen dann einfach die Melodie von Jeopardy ein.
Ja, genau.
Du bist das wahrscheinlich schon so gewöhnt, dass du irgendwie denkst,
das ist da schon wieder verkehrt, dass du dich gar nicht mehr erinnern kannst.
Ich muss sagen, ich müsste jetzt wahrscheinlich wirklich ein, zwei Minuten nachdenken.
Ist es überhaupt kein Problem?
Wirklich?
Ja.
Ja.
Ich muss kurz überlegen.
Oh, ja.
Das ist eigentlich banal.
Oh, wunderbar.
Ich lese ja gerade diese Arbeit über diese gespiegelten Bakterien.
Oh, ja.
Genau, genau.
Erzähl.
Ja, ja.
Und da habe ich mir an mehreren Stellen What the fuck gedacht, weil es ist eine Sache,
über die habe ich noch nie nachgedacht.
Als jemand mit einem PhD in Molekularbiologie, als jemand, der eigentlich das Konzept von gespiegelten
Molekülen kennt, von Chiralität also, dass wenn man ein ganzes Bakterium, also dass
überhaupt die Idee gibt, dass sowas in den nächsten Jahrzehnten möglich werden könnte,
ein ganzes Bakterium auf molekularer Ebene zu spiegeln, das fand ich schon mal sehr schräg.
Mir war auch nicht bewusst, dass quasi viele Biomoleküle schon in gespiegelter Form hergestellt
werden, gespiegelte DNA, gespiegelte Enzyme, gespiegelte RNA und Proteine.
Und die Auswirkungen, die das haben könnte, wenn man ein ganzes Bakterium spiegelt und dass
das potenziell die ultimative Biowaffe, die ärgste Pandemie und ein möglicher Kollaps
der ganzen Nahrungskette nach sich ziehen könnte, obwohl man ein Bakterium hat, das vielleicht
völlig harmlos ist wie E. coli und das von außen ganz normal aussieht, also da hatte
ich viele What-the-Fuck-Momente und das mag ich ja so sehr an meiner Arbeit, dass ich halt
immer die Papers lese, die mir gerade am interessantesten erscheinen.
Und ich glaube, ich muss zugeben, ich mache es sonst auch nicht viel.
Also ich lese halt meine Papers, mache meine Videospielauftritte und sonst tut sich bei mir
nicht so viel.
Also wahrscheinlich deswegen habe ich da meistens die What-the-Fuck-Momente.
Aber das ist die meistens positive, weil da halt Dinge passieren oder ich Dinge erfahre,
mit denen ich überhaupt nicht rechnete.
Sag Martin, bevor wir dich wieder ins Weite zu deinen Forschungen hinausschicken, magst du uns
noch verraten, was so ansteht bei dir in den nächsten Wochen, Monaten?
Sehr gern.
Also bei mir gibt es eigentlich drei Dinge, die man sich anschauen kann, wenn man möchte.
Das eine ist, ich bin halt mit Designs Busters auf Tour, da spielen wir eh den ganzen März
alle möglichen Shows, da sind wir viele unterwegs, kann man sich auf der Homepage anschauen.
Wir haben ein Erwachsenenprogramm, aber jetzt auch eins für Kinder ab neun Jahren.
Das ist total populär, da muss man sich früh Tickets kaufen.
Und was eher neu ist, ich habe auch so ein Bühnenprogramm zu zweit mit dem Quantenphysiker Florian
Aigner.
Der auch schon bei uns im Podcast war?
Ah ja, genau.
Das heißt, der Urknall war ein Fehler.
Und da reden wir über die schrägsten Geschichten aus der Wissenschaft, aber auch die Wissenschaftsskepsis
in Österreich, die es ja auch geben soll.
Also da spielen wir auch im März mehrere Termine am 9. März, am 13. März, am 10.4.
Und am 12.4., aber nicht nur in Wien, auch in St. Pölten, Salzburg, Dulln.
Und dann natürlich, was mich immer am meisten freut, ist, wenn Leute sich meine YouTube-Videos
anschauen, weil da sehe ich die Zahlen hochgehen.
Das ist schön.
Und den Urknall solltet ihr aus einem ganz anderen Grund euch auch noch anschauen, denn da könnt
ihr den Martin auch beim Musizieren zusehen.
Oh Gott.
Aber nicht am Schlagzeug, aber auch nicht am Gesag.
Aber am Cajon.
Am Cajon und an der Rassel und einer Fußrassel auch.
Und an der, was ist das, eine Seifenblasenpistole hast du auch, oder?
Das stimmt.
Und eine Cashgun.
Eine Cashgun, die Geldscheine rausschießt.
Und die wirklich, muss ich sagen, schockierend echt ausschauen, dafür, dass man die einfach
auf Amazon kaufen kann.
Gut.
Dann war es das von uns.
Herzlichen Dank, Martin, dass du heute Zeit hattest für uns.
Ja, danke.
Das war super nett.
Ich glaube, so viel gelacht haben wir bisher noch keine Aufnahme.
Das stimmt.
Und unseren Zuhörenden sage ich lieben Dank.
Hinterlasst uns eine Bewertung, wo ihr uns gefunden habt.
Und ihr findet uns auf Blue Sky und Instagram.
Tschüss.
Tschüss.
Und noch kleines PS.
Wir knallen natürlich alles, worüber Martin jetzt noch geredet hat am Schluss.
Also diverse Tourdaten und Martins diverse Accounts, Social Media Accounts und YouTube Auftritt
in die Shownotes.
Jetzt aber.
Ciao.
Ciao.